EBM 2009 – ein Rückblick Teil I

Kurzversion:
286. mit 6:53:41 in der Gesamtwertung und 51. AK.
Scheiß Hitze, beschissen gelaufen.
Ende.
Gut, oder? Wie? Gefällt euch nicht?
Mir auch nicht, deshalb jetzt die Langversion.

EBM-Wochenende. Für mich was ganz besonderes. 2007 war hier mein allererster Marathon überhaupt. Damals noch auf der 70 km Distanz und mit meinem 28 Zoll Eisenschwein(16 Kilo Lebendgewicht) …Das sah damals sicher ganz lustig aus. Hier mal ein Eindruck vom Alp de Wettin…

War noch nicht so viel mit Fahrrad fahren, dafür bin ich hoffnungslos mit dem Marathon-Virus infiziert worden. Ein Jahr später die MME-Wertung und die Langdistanz, jetzt mit nem richtigen Bike…Aber richtig fahren war diesmal auch nicht. Die Füchse aus Nurde (für alle Ausländer, in der Rhön die Bezeichnung für Kaltennordheim) sind diesmal mit dabei und was soll ich sagen… die Wiedersehensfreude war so groß, das am Ende des Tages der Bierkasten leer und mein Bauch mit 12 Hefeweizen voll war. Optimale Race-Vorbereitung…Zum Start bin ich nur getorkelt. Wenn die mich hätten pusten lassen, ich wäre wahrscheinlich heute noch zu Fuß unterwegs. Aber ich wollte unbedingt diese Scheiß-Urkunde und die 413 km…
Nach 7:43 h war dann die Qual zu Ende, ich hatte das Feld erfolgreich vor mir her gejagt und war mit Abstand Letzter…Aber dieses Jahr soll alles ganz , gaaaanz anders werden..
Samstag um 3 schlage ich zusammen mit Crusher, den ich in Erfurt eingeladen habe, auf dem Zeltplatz auf. Schon von Weitem ist das Lager der Fuchs-Crew zu erkennen (da, wo die meisten Bierflaschen rum kullern). Die sind schon seit Freitag hier. Was soll man sagen, Race-Vorbereitung…

Wir rollern gleich runter zum Zielbereich, da sind se alle. Schnell ein Stehbier und dann die Startunterlagen holen. Crusher muss auch noch nach melden. Hatte sich Donnerstag kurzfristig entschieden, doch mitzukommen. Nach Erfurt sein zweiter Marathon, wieder ein frisch Infizierter…
Die Finisher-Shirts gehen ja mal gar nicht. Wer sich diese Farbkombination ausgedacht hat… Das ist ja Körperverletzung…
Danach aufs Bike. Einlullern, Wurzeltrail besichtigen…Crusher ist beeindruckt, wir finden aber schnell ne gute Spur in der Mitte. Ich probier ’s 2-3 mal, immer mit ner anderen Linie. Wenn hier 3-4 Mann gleichzeitig im Renntrimm runter brettern sollte man wissen, wo es geht und wo nicht…

Alles gut fahrbar. Danach noch mal den Alp de Wettin hoch, morgen Tour de France-Feeling pur…
Schnell noch mal hoch zum Zeltplatz bevor es dann wieder zum Alp de Wettin geht.
Der Zeltplatz ist ziemlich voll geworden.

Die Rocky Mountain-Serie macht sich positiv bemerkbar. 412 Starter auf der Langdistanz.
Der Bergsprint, Pflichttermin und Einstimmung aufs Rennen… Ne halbe Stunde vorher sind wir unten, gute Plätze sichern.

Viele bekannte Gesichter, MME-Prominenz..
Wer stapft denn hier so schnell den Berg hoch?

Ulf, der Kilometerfresser aus Sachsen…
und hier…

…ne Tüte mit ner Tütenkopie im Schlepptau. Das Univega “läuft” mir morgen im Rennen zweimal über ’n Weg. Krämpfe, aufgegeben, Schade…

…und hier ne schleichende Rennschnecke. Heute bezieht sich das …schnecke mal auf die Geschwindigkeit…

Wo die alle bloß hin wollen? Ne Geheimkonferenz? Wahrscheinlich die Modalitäten für die Siegesfeier besprechen..
Morgen wird Rennschnecke 2. auf der Langdistanz und Gesamtsieger der MME-Wertung. GRATULATION UND RESPEKT!
Geschlagen wird se nur von der hier, Doris Steenfatt.

Die hab ich in Willingen im Sprint besiegt (war allerdings nur der um den letzten Schlauch an der Bikewäsche). Die innovativen Beinkleider links sind übrigens der letzte Schrei in Paris, New York, London…
Die nächsten Fotos vom Bergsprint werden sicher alle haben…

Das hier aber sicher nicht. Albrecht, the godfather of mountainbiking vom Miriquidi-Land.

Dem haben wir das Alles hier zu verdanken. DANKE, ALBRECHT.
Zum Schluss läuft mir noch Christian Kreuchler in seinem Geba-Bergzeit-T-Shirt über ’n Weg. Sieht aus wie ein Schulbub, aber ist sauschnell. In Thüringen Seriensieger für Alles, was man mit dem Mountainbike fahren kann. Morgen wird der in seinem Germina-Shirt mit 3 Minuten Rückstand Zweiter hinter Thomas Nicke. Irre. Würde mich nicht wundern, wenn der bald bei nem großen Team nen Vertrag kriegt..

Der Abend klingt wie immer aus, Sonnenuntergang,

Lagerfeuer,

Bier…
Nee,nee diesmal nicht.
Beim Zweiten ist Schluss und um 12.00 Uhr bin ich ganz vorbildlich in der Falle.
Um 6.00 Uhr ist die Nacht zu Ende. Die Klo-Türen…
Race-Vorbereitungen. Soll heiß werden heute, 34 Grad sind angesagt. Am späten Nachmittag soll ’s gewittern. Nach den Erlebnissen von Österreich wär ’s mir lieb, wenn ’s früher käme. Bin Schlamm und Matsch schließlich jetzt nach dem SKGT/Kuppenritt-Wochenende so gewöhnt.
Schlieppi, Brauni, Kato, Ralf , Heiko und Volki fahren die 70er. Crusher, burning Helene und Elke den Shorty und ich versuch mich zum zweiten Mal am langen Kanten..Katja und Biene bilden unseren Fanblock und sind für ein paar schöne Extra-Fotos verantwortlich.
Startaufstellung. Alles wie immer. Halt, nicht alles. Statt der Tickets diesmal dicke, rote Gummis fürs Ärmchen…und die Einführungsrunde wurde auch verändert…

Dann geht ’s los. Gaanz, gaaanz langsam. Steherversuche. Links auf Gras geht ’s an der Kolonne vorbei. Im Ort wieder Stopp. Die unvermeidliche Politprominenz muss sich auch noch produzieren. Endlich, los geht ’s, aber nur geführt. Ist auch besser so, 1500 nervöse Rennpferde…
Auf der Asphalt-Abfahrt hat ’s voriges Jahr unmittelbar hinter mir nen bösen Hochgeschwindigkeitscrash gegeben. Hat schon was Spezielles, in so nem großen Pulk zu fahren.
Unten dann endlich scharfer Start und die Jagd geht gleich richtig los. Ein knapper 40er Schnitt. Irre.
Crusher zieht davon. Wenn der im Ziel ist hab ich noch zwei Runden vor der Brust. Plötzlich quatscht mich jemand von links an. Sieh an, Daniel, der Muldesegler aus Markleeberg. Hat das neue MME- Shirt an. Ich fahr lieber noch im Altbewährten.. Das Neue ist erst ab morgen erlaubt..
Wir quatschen ein bisschen übers Salzkammergut. Stoff für Legenden…Mirko ist auch dabei, fährt ein paar Meter vor uns. Daniel ist das Tempo zu hoch, er nimmt nen Gang raus. Mir eigentlich auch. Terroristenverbrennungstempo. Außerdem ist es auch schon verdammt heiß. Am Ende der Einführungsrunde, im Zielbereich, überholt er mich. Das letzte Mal, dass ich ihn seh, in die Wertung kommt er nicht, Schade. Von den 412 gestarteten Langstrecklern (die Zahl kann übrigens nicht stimmen, da fehlen noch die ganzen Nachmelder) sind nur 312 ins Ziel gekommen. 25 % Ausfallquote, ganz ordentlich…
Die Einfahrt in die erste Runde. Der befürchtete Stau an der ersten 90 Grad-Linkskurve bleibt aus, dafür hört man die Schaltungen und Fluchen von den Fehlbedienern…In Kolonne geht ’s in die Trails. Wo es geht vorbei…
Runter könnt ich schneller. In den Kehren immer wieder das selbe, Verschalter, Absteiger, dahinter Flucher…Ich kann mich immer geradeso durchmogeln. Der Wurzeltrail, direkt an der Einfahrt vor mir ein Verweigerer, 3 Punkte und dann auch noch Abwurf. In der Engstelle bleibt er liegen.
Runter vom Rad und drüber weg. Zu Fuß im Eiltempo…

An der Verpflegung ein Iso und weiter…Der lange Asphaltanstieg. Gut geht ’s nicht, die Beine sind schon ganz schön schwer. Dabei hab ich noch zweieinhalb Runden. Wie es mir da ergangen ist dann in Teil II …
Werbepause.

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