Spuren im Schnee

Das vierte Advent-Wochenende sollte eigentlich ganz im Zeichen der Advent-Radtour der Fahrrad-Fuchs-Gemeinde zur „Rhönbrise“ stehen. Traditionell findet das Event am ersten Adventwochenende statt, aber dieses Jahr gab es Terminschwierigkeiten und es kam zur Verschiebung. Schlecht für mich.
Altlasten vom Willingen-Wochenende hatten mich eingeholt. Die hessischen Raubritter wollten nicht nur mein Bestes(mein Geld), sondern auch ganz genau prüfen, ob ich ne gültige Berechtigung zum Führen eines Fahrzeugs besitze. Was soll ich sagen, in Hessen scheint man des Lesens noch nicht so mächtig zu sein. Es hat glatte vier Wochen gedauert, die paar Zeilen zu entziffern….
Ein Auto hab ich ja, nur keinen Fahrer, also Crusher als Fahrer rekrutiert. Der wollte oder konnte aber nicht mit übernachten und so musste ich leider absagen. Schade, hab die Rhönis schon ne ganze Weile nicht mehr gesehen, ob das schon Entzugserscheinungen sind?
Wie dem auch sei, am Sonntag war Hausrunde im Heimatrevier angesagt.
Seb wollte über Sängerwiese, Hohe Sonne, Mosbach, Mosbacher Linde…
Um 10.00 Uhr ging ’s am Bahnhof bei -15° und schönstem Postkartenwinterwettersonnenschein los.
Zuerst auf kürzestem Weg die steile Fahrstraße zur Sängerwiese hoch. Glühweinstopp? Nee, Volker hat seinen Stand noch nicht offen und zum Reinsetzen ist es noch zu früh. Gleich weiter zur Wilden Sau. Erstaunlich, wie viel Grip ich mit meiner Nobby/Ralph-Kombination bei 10 cm Neuschnee habe. Fräst sich einfach den Berg hoch. Geil. Wenn Eis drunter wäre, sieht ’s sicher anders aus. Sebbel testet heute seine neuen Spike-Reifen. Berghoch hat der keine Probleme aber runter… Man hat immer das Gefühl, es geht ne 5%-Steigung hoch. Deswegen hab ich meine auch noch im Spind gelassen…
An der Wilden Sau Foto-Stopp.

Das Steinkreuz zeigt ne Jagdszene, hier soll vor Urzeiten mal jemand bei der Jagd umgekommen sein.
Genau weiß man ’s aber nicht, könnte auch sein, das ein Gehörnter seinen Nebenbuhler aufgespießt hat…
Auf dem Rennsteig Richtung Hohe Sonne. Boxenstopp, Glühwein-Stopp.

Wir sind heute früh die Ersten.
Sebbel hat seine neue DX mitgebracht. Wir palavern ein bisschen über Lampen, Bikes, die passende Winterkleidung, Night-Rides, die kommende Race-Saison, 24h-Rennen, naja, das übliche Biker-Geschwätz halt…
Ne halbe Stunde später und mit je zwei Glühwein intus geht ’s den Rennsteig weiter bis hier hin…

Spuren im Schnee

Wir biegen ab zum Alexanderturm. Am letzten Steilstück kapitulieren meine Reifen, ein Durchrutscher und ich stehe. Seb schafft ’s auch nur 2m weiter. Ich weiß aber nicht, ob es bei ihm nicht mehr ging oder er nur aus Sympathie abgestiegen ist. Mit den Genagelten ist er hier jedenfalls klar im Vorteil. Zur Ehrenrettung, selbst im Trockenen hat man hier Mühe.
Der Alexanderturm, 21 Höhenmeter purer Stahl…

Hier pfeift aber der Hecht… Mein Bike wird sogar um geweht.

Alexanderturm-Erstbefahrung….. Jedenfalls für mich… Naja, bin nicht wirklich runter gefahren, ist nur ein Foto-Posing…
21m Freifall würde meine Mühle sicher nicht ganz schadlos überstehen…

Lange halten wir uns hier nicht auf, einfach viel zu ungemütlich. Weiter geht ’s Richtung Emmytempel…

…und dann links ab nach Kittelsthal.

Oberhalb um Kittelsthal rum bis zum Mosbacher Bad. Aber schön geht anders. Die Wege hier sind so was von kaputt gefahren, tz,tz,tz… Die Waldknechte… Da soll noch mal Einer sagen, die Mountain-Biker würden den Wald zerstören…
Schieben und Tragen wechseln sich ab mit kurzen Fahrpassagen.

Ab Mosbacher Bad ist dann wieder alles fahrbar. Durch den Wald zur Mosbacher Linde.
Von hier noch ein paar Trails zum Abschluss. Über ’n Bornemann-Trail zum Burschenschaftsdenkmal. Noch ein Foto-Stopp.

Blick zur Wartburg

Dann runter über die Kastanienallee und den Stadtpark bis zum Bahnhof.
Geile Runde bei bestem Winterwetter. Sebbel fährt nach Hause und ich noch schnell in die Praxis, Heizung anmachen… Eigentlich könnt ich noch einen Glühwein trinken. Zeit ist ja noch, statt nach Hause fahr ich noch mal zur Sängerwiese. Reuterweg hoch, Wendeschleife, Sängerwiese, Glühwein…Jetzt zieht sich ’s aber ziemlich schnell zu und wird ungemütlich, der angesagte Wetterumschwung mit starken Schneefällen. Über ’n Liliengrund geht ’s nach Hause. Ekelhafter Ostwind..
Ich bin froh, als das Bike endlich in der Garage steht.

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