Projekt 340

Langsam nehmen die Vorbereitungen für mein Projekt 340 Formen an. Inzwischen hat sich sogar ein Mitstreiter gefunden, der genauso Irre ist wie ich und mitfahren will…Matze, Triathlet und Radonneur, also erfahren auf der Langstrecke. Ein Frankfurter, der sich jetzt in Thüringen niedergelassen hat, quasi ein Thüringer mit hessischem Migrationshintergrund…
Einer der Wenigen, die gemerkt haben, wie schön Thüringen ist…
Halt, die hier haben es auch geschnallt…

Herzlich Willkommen, Jungs…

Zur Zeit ist es nämlich so, dass die Thüringer Einwohnerzahl jedes Jahr um 20 000 schrumpft. Wenn man das hoch rechnet ist Thüringen in 112 Jahren menschenleer. Nicht, dass ihr jetzt was falsch versteht, an denen da oben liegt es nicht. Diese Problematik werd ich mal extra in einem statistischen „Wissenschafts-Fred“ behandeln. Wer jetzt nicht weiß, wovon ich spreche, dem sei mein fünfteiliger Bericht von unserer letztjährigen Pfingstradtour in die Tschechei ans Herz gelegt. Da hab ich mich unter Anderem schon mal wissenschaftlich über Jungfrauen und den Hopfungsgrad im Allgemeinen und speziell den von Ladja, einem Muster-Tschechen, ausgelassen.

So, genug off topic, jetzt wieder zum Wesentlichen…

Hab die GPS-Daten der Einzeletappen von der Wanderkompass.de-Seite mal zusammen geknopert. Danach werden es 334 km mit 5900 hm. Dachte eigentlich ich komme auf 7000 hm, hmmm, Schade, aber dafür hat ’s ja hintenraus auch ne Menge Wurzeltrails, im Gegensatz zu meinem eigentlichen Saisonhöhepunkt, der Salzkammergut-Trophy, die doch größtenteils aus Schotterpisten und Waldautobahnen besteht. Zumindest berghoch…
Da kommen dann 209 km und 7009 hm auf mich zu, für die ich 16,5 Stunden Zeit hab. Das bedeutet, ich muß einen Schnitt von 13 km/h fahren. Gewaltig!!
Vielen Dank nochmal an @topsecretboy aus Berlin für seine tolle Motivationshilfe,…

denn das hier will ich unbedingt haben.

Deswegen Projekt 340 als Vorbereitung und auf der Originalstrecke, mit allen Küppeln.
Siegfried Koch, ein Eisenacher Ausdauer-Urgestein, ist die Strecke von Hörschel nach Blankenstein und zurück schon mal in knappen 19 Stunden gefahren. Er hat sich dabei allerdings immer die schnellste Variante zwischen Rennsteig, Straße und Radweg raus gesucht und sich auch noch von einem Begleitfahrzeug unterstützen lassen. Da kann man dann im eigentlichen Sinne nicht mehr vom Rennsteig reden und auch gleich mit dem Rennrad über ’n Werra-Radweg…

Für die Nacht bin ich mittlerweile auch gewappnet. Preiswerte chinesische Markenartikel werden fortan die Trails um Eisenach in gleißendes Licht tauchen. Werd mir aber noch einen Akku nach bestellen, für die ganze Nacht reicht die China-Power dann doch nicht…Zu beziehen ist das gute Stück da… Paypal funktioniert übrigens wirklich gut. Einzig die Wartezeiten können variieren…

Bei einem Schnitt von 14 km/h würden wir 24h unterwegs sein, aber das Tempo erscheint mit dann doch ein wenig hoch. Ich gehe da eher von 11-12 km/h aus. Dann wären wir 28-30h unterwegs. Das wirft die Frage nach der günstigsten Startzeit auf. Am Besten wäre ’s wohl wenn wir mit Beginn der Dunkelheit so ein-zwei Stunden vor Blankenstein sind. Da hinten sind längere Passagen auf Asphalt.
Bei ner Startzeit von 10.00 Uhr würde das ungefähr hinkommen und bei 30h Fahrtzeit würden wir gegen 16.00 Uhr wieder in Hörschel aufschlagen. Da hätten wir bis 22.00 Uhr noch genügend Helligkeitspuffer…
Der nächste Punkt ist die Verpflegung. Da ich nicht gern von anderen abhängig bin läuft alles auf Eigenversorgung hinaus. Das heißt ich werde ein-zwei Tage vorher ein paar Verpflegungsdepots anlegen müssen.

Das Erste in der Nähe vom Heuberghaus nach40 km, das Zweite bei Masserberg nach 90 km und das Dritte in Steinbach am Wald bei 140 km. Das sollte passen, dann haben wir ungefähr alle 50 km einen Verpflegungspunkt.
So, die Theorie steht, jetzt kommt es „nur“ noch drauf an den Körper in Schuss zu bringen und dem Wettergott noch ein paar Gaben zu opfern… Langsam werd ich nämlich panisch. Dieser Jahrhundertwinter mit dem Thüringer Schneechaos verhindert Trainingsrunden auf dem Rad und auf der Straße mag ich nicht, ist mir zu gefährlich. Wenn das so weiter geht, hält sich der Schnee noch bis März-April. Auf der Hohen Sonne liegen 50 cm von dem Zeuchs und selbst in der Stadt hier unten sind ’s noch 10-20 cm. Deswegen bin ich am Wochenende mal fremd gegangen und auf das hier umgestiegen…

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Touren im Thüringer Wald abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s