Stellungnahme zum Artikel in der Mountain Bike 5/10 über Thüringen

Prinzipiell ein schöner Artikel, weil Thüringen und dabei besonders der Eisenacher Bike-Spot endlich die Aufmerksamkeit erfährt, die diese Gegend auch verdient hat. Tendenziell aber nur ein Werbeartikel der Guide-Firma von Herrn Messing.  Ist schon eigenartig, dass sich jemand aus Georgenthal als Eisenacher Local bezeichnet. Kann natürlich sein, dass ich da was verpasst habe und unser Oberbürgermeister Herr Doht Georgenthal heimlich eingemeindet hat… Außerdem sind ein paar Böcke drin, speziell was den Eisenacher Teil betrifft, aber das merkt man zum Glück nur, wenn man wirklich ein Local ist. Und die Tour, naja… kann man fahren muss man aber nicht, da gibt es Besseres. Auf Wunsch auch als GPX, e-Mail genügt…

So, das soll zu dem Thema genügen, der werte Herr hatte es ja, nach ner verbalen Auseinandersetzung wegen seiner penetranten Werbung, schon früher auf Platz 1 meiner Ignore-List geschafft.

Je öfter ich den Artikel durchlese, um so mehr stößt mir noch eine andere Passage mächtig auf.
Ich zitiere mal…

Zitat:“…Der Wegestatus der engen Zaubertrails rund um Wartburg und Eisenach ist noch ungeklärt. Für Biker nicht richtig verboten, sind sie aber eigentlich Wanderern vorbehalten…“ Zitat Ende

Solche Aussagen Außenstehender finde ich gelinde gesagt ne Sauerei, weil sie schon in ihrer Formulierung Probleme suggerieren, die gar nicht vorhanden sind und mich als Biker schon im Vorhinein in eine kriminelle Ecke stellen, nur weil ich im Wald Fahrrad fahre. Ich muss mir nicht von Irgendjemand verbieten oder erlauben lassen, ob ich im Wald biken darf oder nicht.

Ich fahre hier schon ne ganze Weile durch den Wald und bisher hat es noch nie Probleme gegeben, obwohl die schönsten Wege teils wirklich verdammt schmal und ausgesetzt sind und natürlich auch von Wanderern frequentiert werden.

Prinzipiell habe ich als Biker genau die selben Rechte mich im Wald zu bewegen, wie ein Wandersmann mit Rucksack, allerdings hab ich auch die gleichen Pflichten.

Für mich gilt deshalb das Prinzip der friedlichen Koexistenz. Wenn man sich an bestimmte Regeln hält, funktioniert es ja auch. Das Zauberwort heißt gegenseitige Rücksichtnahme, wie in §1 der StvO. Damit meine ich aber ausdrücklich auch Fußgänger, das ist schließlich keine Einbahnstraße.

Dazu gehört unter Anderem, dass ich mich rechtzeitig bemerkbar mache und nicht mit Höchstgeschwindigkeit um uneinsehbare Kurven heize oder 2 cm an ner ollen Omma vorbei brettere, so dass die vor lauter Schreck hinterher reanimiert werden muss und dass ich auch mal anhalte und absteige, wenn es richtig eng wird. Und ein bisschen Smalltalk hilft auch in aller Regel.

Wer unbedingt Rennen fahren möchte, kann das tun. Ist doch jedes Wochenende irgendwo ein Marathon oder ein Downhill, wo man sich dann ganz offiziell um die Ohren fahren kann…

Ich will jedenfalls auch in den nächsten Jahren hier noch mit dem Bike durch den Wald hirschen und kann deshalb uninspirierte Diskussionen über irgendwelche Streckensperrungen nicht gebrauchen. Wie gesagt, bisher gab es keine Probleme und ich hätte gern, dass das auch so bleibt. Man muss ja mit solchen Beiträgen nicht unbedingt freiwillig schlafende Hunde wecken. Irgendeinen Möchtegern-Politiker mit Profilneurose gibt es ja leider überall.

Jetzt könnt ihr mich zerreißen oder auch nicht, aber das musste ich einfach mal los werden.

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