Projekt 340 – Der Bericht Teil I

30.5.2010, 6.00 Uhr in der Früh, Masserberg. Ich gebe nach 240 km und 6 Stunden Dauerregen auf, das Projekt 340 ist so nicht realisierbar, jedenfalls nicht heute. Die Aussicht auf weitere 8-9 Stunden bei eisigem Wind im Regen lässt mir keine andere Wahl. Wie ’s dazu kam und wie es mir bis dahin erging jetzt hier….

Chipstüten zurecht gelegt? Frisches Bierchen gezapft? OK, dann Licht aus. Los geht die Show….

29.5.2010, um 6.00 Uhr klingelt der Wecker, aber ich bin schon viel früher wach. Kaffee trinken, Tasche packen, 7.35 Uhr geht ’s mit dem Auto nach Hörschel. Holger vom M&H-Rennsteigteam ist da und macht die obligatorischen Startfoto ’s und gleich auch noch ein Interview für M&H-Rennsteig-TV.

Um 7.53 Uhr fahre ich los, nicht ohne vorher den obligatorischen Stein von der Werra eingesammelt zu haben.

Ständig immer live für euch dabei unsere beiden finnischen Fan-Reporter P.Hysio und T.Errorist. Den werten Dauerlesern sind die zwei ja schon vom ThüringenUltra und der legendären Rennsteig nonstop in 24 h Bezwingung bekannt. Danke für die Text- und Bildbeiträge, mit denen ihr meine Abenteuer immer so eindrucksvoll dokumentiert. Das Wetter ist übrigens super, das verspricht ein richtig schöner Tag zu werden.

Mein Nummernschild…

Kann ich übrigens Jedem, der was Größeres vor hat, nur empfehlen. Man kommt sofort in Kontakt… Von Stuntzi lernen…

Bis zum Clausberg geht ’s gleich mal stramm bergauf. Dabei zeigt sich auch gleich eine der Schwierigkeiten, die heute auf mich zu kommen könnten…

Es hat nämlich die ganze Woche ordentlich geschüttet und erst Freitag Mittag verzogen sich die letzten Regenwolken. In solchen Momenten hoffe ich immer, dass einer von Olaf ’s Voodoo-Zaubersprüchen wirkt… Olaf ist ein  angehender Wetterfrosch aus Potsdam, aber seitdem der Kachelmann auf „Urlaub“ ist geht ’s bei denen auch nur noch drunter und drüber…

Das hier wird mich heute den ganzen Tag, die ganze Nacht und den nächsten Tag auch noch begleiten..R

Die Bäume entlang des Rennsteigs sind derart häufig mit dem weißen R voll gepinselt, dass es einfach unmöglich ist, sich zu verfahren. Wenn man mal 200 m lang keins gesehen hat, kann man sich sicher sein, dass man falsch ist… Mir ist es einmal doch gelungen, dazu aber später mehr…

Es gibt auch ein paar Variationen, das ist die Gebräuchlichste, wenn mal grad kein Baum zur Hand ist…

An der Wilden Sau vorbei…

geht ’s über die Hohe Sonne Richtung Blankenstein. Am Zollstock dann das…

Halluzinationen, schon nach 20 km? Ne splitterfasernackte Waldfee radelt mir über ’n Weg. Wind in ihrem Haar…

bloß, dass die Waldfee nen Bart hat und ne versenkbare Sattelstütze, und da wo Andre nen Six-Pack haben sind da eher 2 Kästen Hefeweizen…

Wenn Einer mal ne Reise macht…

Der Inselsberg, mit 916 m der höchste Punkt des Westlichen Thüringer Waldes. So empfängt er alle Reisenden, die von Eisenach kommen…

Von hier oben hat man einen tollen Ausblick nach Norden ins Thüringer Becken und nach Süden über ’s Werratal und die Thüringer Rhön…

Wie ihr seht, seht ihr nix, viel zu diesig… Der Regen der letzten Tage…

Ich ruf schnell Marco vom Viba-Anschütz-Team an, der ist nämlich für meinen ersten Verpflegungsstopp in der Nähe vom Heuberghaus zuständig. Während ich mich über die ehemalige Heidekopf-Schanze am Jagdberg quäle, hat er Zeit, das Equipment auf zu bauen…

Ankunft am Verpflegungspunkt…

und auch gleich ne Spionin…

Ist mit ihrem Freund über den Ungeheuren Grund hoch gekommen. Die beiden Mühlhäuser wollen an den Bergsee an der Ebertwiese.

Nachdem ich meine Depots wieder aufgefüllt habe, geht ’s weiter…

Ich halt mich mal dezent im Hintergrund, Hormondoping…

An der Stelle nochmal Danke an Marco für die 1A-Versorgung. Schade, dass du nicht nochmal ran durftest…

Kurz vor der Ebertwiese verlasse ich die zwei, wollen es ein bisschen ruhiger angehen.

Ebertswiese, Neue Ausspanne, Sperrhügel…

Ab Donnershauck wird ’s voll, Fahrradgruppen und Rucksacktouris…

Am Grenzadler Flaschenauffüllstopp. Plötzlich Motorengebrumm in der Luft. Adolf ’s Luftwaffe.

London ist doch ganz wo anders, kein Wunder, dass wir den Krieg verloren haben…

Am Rondell ein kurzer Foto-Stopp…

Am Abzweig zum Sommerbacher Pirschhaus ein kurzer Snack…

Ob ich mir mal die Abfahrtszeiten notiere? Lieber nicht, schlechtes Karma…

Die Schmücke ist nicht mehr weit…

Der höchste Punkt der Tour. Hätte ich nur ein OneWay-Ticket würde es ab jetzt nur noch bergab gehen. Da bei mir jetzt das Bier alle ist, auch für euch ein kurzes Päuschen..

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Touren im Thüringer Wald abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s