Pfingstcamp Ruhla 2010 – Tag 2

Pünktlich um 10.00 Uhr schlage ich im Ruhlaer Waldbad auf. Im Zeltlager ist alles noch ziemlich ruhig.

Scheint ne lange Nacht gewesen zu sein…

Die zwei Pfälzer sehen aber aus, als wären sie fit. Wer Saufen kann…

Der Plan für heute.

Auf dem Rundwanderweg um Ruhla rum – Thal – Seebach – Deubach – Zapfengrund – Großer Hörselberg – Ostabfahrt – Kochbrünnlein – Apothekenwiese – Kammweg – Kleiner Hörselberg – Petersberg-Kammweg – Bahnhof Eisenach – Burschenschaftsdenkmal – Hohe Sonne – Alexanderturm und zurück zum Campground über den Ruhlaer Rundwanderweg

Das wird ne sportliche Runde. Am Ende des Tages stehen 1700 hm auf der Uhr, bei den Kilometern sind unsere elektronischen Helferlein uneins. Der eine sagt 63, der andere 67 Kilometer. Na gut einigen wir uns auf die Mitte.

Los geht ’s heute mal gemächlich ohne Höhenmeter gleich am Anfang. Wir folgen zuerst dem Rundwanderweg um Ruhla Richtung Stadion. Am ehemaligen Kinderheim vorbei zur schönen Aussicht. Ne Treppe aus Bahnschwellen, ich will rechts vorbei über die Wiese. Plötzlich fällt mein Vorderrad in ein Loch und Tschüss… Abstieg über ’n Lenker, aber die Landung ist elegant, nur das Rad macht einen Salto und purzelt ein bisschen über die Treppe…

Immer schön fluffig windet sich der Weg hoch über Ruhla, mal schmaler, mal breiter, am Berg entlang bis runter nach Thal.

Hier Houschter vorbei, der Houschter… tut mir leid, den Elfmeter musste ich verwandeln…

Während ich meine Knipse wieder verstaue, werde ich heimlich von einem Spion beobachtet…

In Thal wieder rechts hoch in den Wald. Sind zwar bloß 50-60 hm, die wollen ’s aber wissen. Die Zunge schleift schon fast am Profil vom Vorderrad, um zu verhindern, dass es vorn hoch geht…

Das anschließende Wegerl führt uns dahin…

Unser chinesischer Fanreporter T. Ellolist faselt was von „Ein Weitelel Tempel del Gluckseligkeit..“

Wir drehen dem Klugscheißer den Ton ab und machen lieber noch ein paar Fotos…

Übrigens ein toller Blick von hier oben auf Thal und die Scharfenburg.

Um ’s Speicherbecken rum vor bis in den Ort und dann gleich wieder rechts rum auf einen netten Uphilltrail, der uns bis hoch an die alte Verbindungsstraße Thal-Schmerbach bringt, der der Trail, immer leicht unterhalb, bis vor zur Hauptstraße folgt. Über die Wiese und dann durch einen Hohlweg rauf zum Reitzenberg. Hatte schon befürchtet, dass diese Passage wegen dem hier meist vorzufindenden Schlamm nicht fahrbar ist, und ein bisserl steil isses ja auch noch, aber unser Lanz tuckert einfach drauflos, da kann ich mich ja nicht lumpen lassen..

Runter nach Deubach und vor den ersten Häusern gleich wieder rein in den Wald. Ein schöner Trail, der sich östlich oberhalb von Deubach bis zur Wendeschleife hin zieht. Ne Wildschweinsuhle war auch dabei…

Houschter nimmt die falsche Seite und wird dafür prompt mit nassen Füßen bestraft…

Das 901 trabt treudoof hinterher. Hat ’s ja nicht anders gewollt…

Am Zapfengrund dann der Beginn von gut 15 km Dauertrail, und gleich mal mit ordentlich Höhenmetern, denn der Aufstieg zum großen Hörselberg wartet. Wir nehmen geschmeidig die steile Variante an Tannhäuser- und Venushöhle vorbei und dann am Kamm entlang zum Gasthaus…

Das haben wir uns jetzt aber redlich verdient…

Von hier oben hat man übrigens einen fantastischen Ausblick auf den Thüringer Wald, im Westen begrenzt durch die Wartburg, den Inselsberg  im Südosten und auf das Hörseltal zu unseren Füßen.

Was jetzt folgt, ist der technische Teil, die Abfahrt über den Ostkamm.

Während ich für die Foto ’s zuständig bin (der Streckenabschnitt ist nicht meine Baustelle) nimmt das 901 alle Hindernisse spielend…

…und ist so schnell unten, dass ich keine weiteren Foto ’s machen kann.

Hier der obere leichtere Teil…

…schon etwas schwieriger…

Mist, aus den Klickern gerutscht…

…OK, das hätte ich jetzt auch gesagt…

…die „Schmach“ muss fotografisch festgehalten werden…

20 m oberhalb der alten Autobahn beginnt ein feiner schmaler, anfangs ausgesetzter Trail zum Kochbrünnlein und weiter über den Zickzackweg bis vor zur Apothekenwiese. Dort geht ’s dann wieder hoch auf den Kamm, nur diesmal fahren wir über den Westkamm gen Eisenach. Ein geiler S0-S1 Trail, der sich immer oben auf dem Kamm fast 10 km bis kurz vor Eisenach hinzieht… Weit kommen wir aber nicht. Crotalus hörselbergiensis hat mich erwischt, die gemeine Hörselbergklapperschlange. Ihre Zähne haben meinem Schlauch am Hinterrad den Gar ausgemacht. Bastelstopp. Während Houschter mit mir bastelt, fährt 901-Frank schon mal los… Ist nicht das erste mal, dass ich hier oben bastele. Der Kammweg wird von dornbewehrten Schlehen- und Sanddornbüschen gesäumt. Lange fahren brauchen wir nicht, bis wir Frank wieder ein haben. Ein 3 cm langer Dorn steckt in seinem Vorderrad. Ich darf dann auch gleich nochmal ran, der Mantel saß nicht richtig und ist wieder runter geflogen. So was hatte ich bis jetzt auch noch nicht, wenn ’s mal schnell gehen soll… Endlich kann ’s weiter gehen und wir können den geilen Trail genießen. Am Kleinen Hörselberg noch mal ein toller Ausblick nach Süden. Ich zeig den Jungs den Alexanderturm, unser letztes Ziel für heute. Sieht von hier noch ganz schön weit aus…und dauert auch noch etwas…

Zunächst „rollern“wir ne ziemlich steile Abfahrt runter und über die Moto-Cross-Strecke auf der anderen Seite wieder hoch zum Einstieg vom Petersberg-Kammweg.

Der zieht sich erst als Uphill…

…dann immer an der Kante lang…

…um dann steil in den Malittenburgweg abzutauchen.

So sieht ’s von unten aus…

Nach 15 km Dauertrail ein kurzes Stück zum Verschnaufen. Wir fahren auf dem Radweg bis zum Bahnhof. Dort über den Stadtpark-Trail hoch bis zum Burschenschaftsdenkmal.

Die Wartburg nehmen wir uns morgen vor.

Von da hinten sind wir hergekommen.  Von rechts nach links Großer Hörselberg, kleiner Hörselberg, Petersberg.

Im Anschluss Bornemann-Trail , 7-Täler-Trail und der Trail von der Herzogseiche zum Drachenstein. Die gehören zur Trailschaukel und die werden wir morgen auch fahren, nur in der anderen Richtung. Vom Drachenstein können wir noch einmal die ganze Runde und das, was noch vor und liegt,  überblicken. Nach dem obligatorischen Bierchen auf der Hohen Sonne ein kurzer Abstecher zum Hirschstein und dann über den Rennsteig zum Alexanderturm. Die letzten 300 m wollen es höhenmetertechnisch noch einmal wissen.

Das Remedy gewinnt die Bergwertung vor dem Canyon und dem 901. An der Reihenfolge wird sich auch morgen nichts mehr ändern. Unumstrittener Bergkönig des Wochenendes wird überlegen das Trek. Der Publikumspreis geht genauso unumstritten an das 901. Diese schwere Mühle die ganzen giftigen Anstiege hochzuprügeln, nötigt gehörigen Respekt ab.

Während die zwei noch grübeln, wie der Selbstauslöser funktioniert, mach ich noch mal ein Bildchen von Ruhla.

Da hinten ist übrigens der Zeltplatz, der Grill scheint schon an zu sein…

Gruppenfoto, 21 m über Grund.

Runter geht ’s relativ unspektakulär über ’n Emmytempel in den Lappgrund. Auf dem Parkplatz von Mini-a-Thür und Sommerrodelbahn sorgt Houschter unfreiwillig für das Bild des Monats.

Die dritte Panne des Tages sorgt für dicke Arme bei Houschter und einen braun gebrannten Bauch und ein leckeres Eis für 901-Frank und mich…

Das letzte Stück dann über den südlichen Teil des Rundwanderweges, nochmal mit einigen Höhenmetern, zurück zum Waldbad…

Mountainbiker-Beine am Ende des Tages, geil war ’s….

 

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