Pressevorschau zum thüringenULTRA

Zur Einstimmung auf eine der schönsten Laufveranstaltungen Deutschlands hier zwei Presseberichte, der Erste von Dirk Bernkopf…

100-km- und Meisterschaftsläufer kommen gemeinsam ins Ziel

Besonders die älteren Semester zeigen sich auf den Ultra-Distanzen sehr ausdauernd. Wie Manfred Coors vom SC Melle, der im vergangenen Jahr nach 12:28:18 Stunden 71. der Gesamtwertung und Erster der M65 wurde.   Fotos: Dirk Bernkopf
Der Fröttstädter Ultra-Lauf hat sich etabliert, erstmals wird am Samstag auf einem Teil der Laufstrecke gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft im Cross- und Landschaftslauf über 75 km ausgetragen.

Fröttstädt. Kaum einer der Organisatoren war gestern zu erreichen sie hatten im wörtlichen Sinne alle Hände voll zu tun. Gunter Rothe, der „Erfinder“ des Laufs und Vorsitzende des Vereins Lauffeuer Fröttstädt, „machte Strecke“. Mit einem Quad fuhr Rothe noch einmal die komplette Route ab und markierte besonders an Abzweigungen den Streckenverlauf mit einem kleinen gelben „U“ und Richtungspfeilen. Horst Reinhardt kaufte währenddessen Lebensmittel für die insgesamt 16 Verpflegungspunkte ein und zeigte sich schockiert, als plötzlich ihr jahrelanger Lieferant den Ultra vergessen hatte und keine 5-Liter-Wasserbehälter liefern konnte. Unter Sportlern wurde das Problem gelöst: Für Sabine Degenkolb, Tante des Thüringenrundfahrtsiegers John Degenkolb und Inhaberin zweier Märkte in Waltershausen, war es kein Problem, die gewünschten Wassermengen kurzfristig zu besorgen. Außerdem standen noch vier Massageliegen auf dem Einkaufszettel von Reinhardt. „Wir werden seit Jahren vom Gobi-Bildungswerk in Gotha mit Physiotherapeuten-Auszubildenden unterstützt jeder Läufer kann sich im Ziel massieren lassen“, berichtet Reinhardt, der am Samstag selbst keine Laufschuhe schnüren wird. Nachdem um 4 Uhr auf dem Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Fröttstädt der Startschuss ertönt dazu gibt es noch eine kleine Überraschung wird Horst Reinhardt mit anderen Helfern und den Startern der erstmals ausgerichteten Cross- und Landschaftslauf-DM im Reisebus zur Ruhlaer Skihütte eilen, um dort den nächsten Start der 75-km-Läufer zu organisieren.

Die Ausrichter um den Verein „Lauffeuer der Freiwilligen Feuerwehr Fröttstädt“ hoffen, dass bis zum Start noch eine Abkühlung erfolgt oder sogar ein kleiner Schauer nieder geht, damit die zahlreichen Sanitäter der Johanniter keine größeren Einsätze bekommen. Denn die Strecke hat es in sich: Der 100-km-Rundkurs, über Laucha, Sontra, Schmerbach, Dreiherrenstein, Grenzwiese, Kleinschmalkalden, Ebertswiese, Finsterbergen und Tabarz wartet mit 2150 Höhenmetern auf. Nicht abschrecken ließen sich davon bislang 215 Einzelstarter, 24 2er- und 38 4er-Staffeln sowie 53 DM-Teilnehmer. Da erfahrungsgemäß bis zum Start noch mit Nachmeldungen zu rechnen ist, gehen die Organisatoren sogar von einem neuen Teilnehmerrekord aus. Damit auch im vierten Jahr die Veranstaltung reibungslos über die Bühne geht, trafen sich am letzten Freitag erstmals alle Helfer der verschiedenen, von Vereinen betriebenen Verpflegungspunkte. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen stand natürlich der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Die insgesamt 392 angemeldeten Starter dürfen sich auf eine erstklassige Betreung einstellen.

Dirk Bernkopf / 02.07.10 / TA
…und der Zweite von Michaela Widder

Rekord: 220 Extremläufer starten beim Thüringen-Ultra


Viel Trinken: Vorjahressieger Matthew Lynas aus Erfurt kann wegen einer Verletzung diesmal nicht starten, betreut aber eine Staffel seiner Firma. Foto: Marco Kneise

Die Könige sind wieder zu Gast im 400-Seelen-Örtchen Fröttstädt. Zumindest sollen sich die Ultraläufer als solche fühlen. Trotz der bevorstehenden Strapazen. 100 Kilometer mit 2150 Höhenmetern bei über 30 Grad werden den Teilnehmern am Samstag beim 4. Thüringen-Ultra alles abverlangen.

Fröttstädt. Eine kleine Hiobsbotschaft ereilte am Mittwochmorgen Lauf-Erfinder Gunter Rothe. Die geplante Wasser-Lieferung für seinen Thüringen-Ultra blieb aus. Rund 2000 Liter des wichtigsten Läu-fergetränks konnte der Großhandel aus Gotha wegen eines Lieferengpasses nicht bereitstellen. Und das ausgerechnet für den 100-km-Lauf am heißesten Tag des Jahres. „Da mussten wir schnell einige Telefonate führen und haben zum Glück noch einen Lieferanten in Waltershausen gefunden“, sagt Rothe erleichtert. Für die Hitzeschlacht sind die Organisatoren nun bestens vorbereitet. 100 Helfer sind an den 17 Verpflegungspunkten – alle fünf Kilometer – im Einsatz. Die letzte Getränkestelle, zwei Kilometer vor dem Ziel, wird nun direkt ins Gewerbegebiet Waltershausen verlegt, „weil es dort besonders sonnig und heiß ist“. Für zusätzliche Erfrischung sorgen zudem einige private Getränkestellen in Tabarz oder Hörselgau, wo die Bewohner Badewannen aufstellen oder Schwämme reichen. „Das hat letztes Jahr gut funktioniert und wir haben die Leute durch Hauswurfsendungen noch einmal animiert“, hofft Cheforganisator Rothe vom veranstaltenden „Lauffeuer“ wieder auf Unterstützung. Dass sich die liebevolle Betreuung in der Szene längst herumgesprochen hat, beweisen die stetig wachsenden Teilnehmerzahlen. Mit 220 Einzelstartern (Start 4 Uhr) erlebt auch die 4. Auflage in der kleinen Gemeinde bei Gotha einen Rekord. Dazu kommen noch über 50 Laufverrückte, die bei der Deutschen Meisterschaft über 75 km im Cross- und Landschaftslauf starten (6 Uhr), und die Staffeln (5 Uhr). 24 Zweierteams und immerhin 38 Vierer-Mannschaften stehen in der Meldeliste.

Für all diese Läufer steht am Wochenende ein ganzes Dorf Kopf. Das beginnt bei der Nudelparty heute Abend. Auf Wunsch einiger Läufer bieten die Organisatoren neben der klassischen Fleischsoße zusätzlich eine vegetarische Variante an. Wünsche für ihre Könige erfüllen übrigens die ultra-freundlichen Fröttstädter immer gern – sogar, wenn es nicht um den Lauf geht. Die E-Mail-Anfragen und Gästebucheinträge in den letzten Tage häuften sich bei Gunter Rothe zu einem Thema: Wird das WM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Argentinien (16 Uhr) im Ziel übertragen? „Ja!“, sagt Rothe. „Wir wollen den Läufern den Wunsch erfüllen und haben eine Leinwand organisiert.“ Das Massenquartier im Ziel wird nun zum Public-Viewing-Platz umfunktioniert. „Ich hoffe trotzdem, dass unsere ankommenden Läufer noch genug Aufmerksamkeit bekommen.“ Für eine tolle Startatmosphäre ist jedenfalls schon gesorgt. Wenn die Veranstalter vom Lauffeuer Fröttstädt ihrem Namen gerecht werden und die mannshohen Schwedenfeuer auf dem Sportplatz entfachen, beginnt der lange Tag für die Extremläufer. „Dazu gibt es noch eine extra Überraschung“, sagt Rothe. Nur so viel verrät er: „Gänsehautfeeling ist garantiert.“

Michaela Widder / 02.07.10 / TA
Allen Läufern ein „vergnügliches“ Wochenende und kommt gesund wieder heim…
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