Harzcamp 2010

Endlich mal wieder ne Veranstaltung mit den Füchsen aus Kaltennordheim. Hatte schon Entzug. Der Harz ist ja auch noch eine der vielen offenen Baustellen auf meiner to do list. Genaues weiß ich gar nicht, weder, wer alles dabei ist, noch was der Plan so alles vorsieht. Nur der Treffpunkt steht. Freitag Abend, Zeltplatz Pradejust bei Clausthal-Zellerfeld. Um 6 schlage ich auf, aber außer Hansi und Anette ist noch keiner da. Ich nehm erst mal meinen Stellplatz in Beschlag und mach ’s mir gemütlich. Dann ist Schlieppi da, fehlt nur noch der Landy vom Fuchs, aber das kann dauern. Der fährt zwar überall durch, aber halt langsam… Dann trudelt überraschend noch Kato ein, wollte eigentlich nicht, hat sich ’s dann aber doch überlegt. Da alle Hunger haben, der Grill aber bei Heiko auf dem Landy steht, fangen wir schon mal mit dem an…

Hansi, unser Freizeitfeuerwehrmann, kann’s nicht abwarten und schmeißt seine Würstl viel zu früh drauf, mit dem Ergebnis, das das Feuer fast erstickt. Wenn ihr mal grillen wollt und Hansi ist in der Nähe, lasst ihn nicht näher als 5 m ans Feuer, sonst isses aus, ehrlich. Das Feuerwehr-Gen ist bei dem ganz tief verwurzelt. Ich weiß nicht, wo diese Aversion gegen jeden Funken Glut her kommt, vielleicht ist er ja als Kind mal mit Grillkohle misshandelt worden…

Endlich ist Heiko da, Grill raus und 10 Minuten später beginnt das große Fressen.

Der Zeltplatz ist übrigens fest in holländischer Hand. Sind alle schon in freudiger Erwartung. Die Schüsseln sind jedenfalls ausgerichtet. Sonntag ist schließlich Finale, leider ohne uns. Wer gewinnt, haben wir dem hier allerdings unmissverständlich klar gemacht.

Die Holländer können ’s einfach nicht. Mehr als Vizelande wird aus denen nie…

Zwei, Drei Bier später…

noch ein bisschen später…

…der Kasten ist gleich leer. Um halb 2 holt Kato seine Boxen aus dem Auto. Großraumbeschallung. Morgen früh kriegen wir von der werten Nachbarschaft die freundliche Anfrage, wie lange wir denn heute Abend….

Gegen 4 treibt ’s nach nem kurzen Disput mit unserer netten holländischen Nachbarin, auch die Letzten ins Zelt. Kato bedankt sich ganz höflich, wofür eigentlich? Kato, ist da was gelaufen, was wir nicht mitgekriegt haben?

Am nächsten Morgen sind wir dann alle pünktlich um 8.00 Uhr abmarschbereit.

Es soll übrigens eins der heißesten Wochenenden des Jahres werden. Bis 40 ° sind angesagt. Jetzt haben wir auch schon 25…

Schlieppi hatte ne beschissene Nacht, hat immer noch nen Krampf im Finger…

…und Kato macht für uns heute den Kellner…

…ist mit nem riesigen Tablett unterwegs.

Helen, das Fuchs-Welpen, arbeitet mittlerweile in einem Fitness-Studio als Spinning-Instructor. Noch ein Jahr und das Mädel fährt alles in Grund und Boden… Fährt dieses Jahr beim EBM die 70 er Runde. Bin mal gespannt, wie se da abschneidet…

Die Füchse brauchen, wie immer, am längsten…

Der Plan sieht vor, irgendwie auf den Brocken zu fahren, nur der Weg ist noch nicht ganz klar. Ein Blick in die Karte zeigt eigentlich nur eine wirklich interessante Alternative und zwar die über den Harzer Hexenstieg. Der führt über Dammhaus und Torfhaus zum Brocken, zufälliger Weise auch direkt an unserem Zeltplatz vorbei.

Das hier ist das Zeichen, dem wir heute folgen werden. Der Weg ist übrigens hervorragend ausgeschildert. Verfahren ist fast unmöglich.

Nach grober Schätzung werden das hin und zurück ungefähr 60 km inklusive der zugehörigen Höhenmeter. Da wir heute nur touristisch unterwegs sind, ist das auch vollkommen ausreichend.

Dann gleich der erste kurze, wurzelige Trail zum Nasswieser See. Das hat Lust auf mehr gemacht.

Weit kommen wir nicht, nach 5 Minuten stellt Grisu, unser Feuerwehrmann und „Grillexperte“ (der mit der roten Feuerwehr-Mütze) fest, dass er zu wenig Luft im Reifen hat.

Ein paar kurze Trails wechseln sich mit Forststraßen ab. Dann der erste Grabenweg, geil. Sowas kenne ich aus Thüringen überhaupt nicht. Locker fluffig geht ’s mir null Höhenmetern dahin.

Den Froschkönig hier hätte ich beinahe überfahren. Helen will ihn nicht küssen, offensichtlich besteht noch kein Bedarf an Prinzen. Außerdem hat der kein Fahrrad dabei, da hätte er sowieso keine Chance…

Dann folgen wir dem Dammgraben, am Dammhaus vorbei…

immer weiter am Dammgraben lang…

…an der Eisenquelle vorbei…

…und immer weiter bis Altenau…

Hier ist zum ersten mal Torfhaus, unser nächstes Ziel, ausgeschildert…

2 Kilometer weiter haben wir die Wahl entweder weiter am Dammgraben entlang oder über die Wolfswarte Richtung Torfhaus zu fahren. Wir entscheiden uns für die kurze Variante über die Wolfswarte. Die Lange nehmen wir dann auf dem Rückweg. Im nach hinein die richtige Wahl, denn die Variante über den Magdeburger Weg und die Steile Wand hätte doch ne ziemlich lange Bergauf- Trage- und Schiebepassage bedeutet.  Ab hier geht’s bis zum Brocken, mit kurzen Unterbrechungen,  fast nur noch bergauf. Macht aber nix, bisher haben wir ja auch noch keine Höhenmeter gemacht…

Der Trail zur Wolfswarte zieht sich immer schön schmal an der Straße nach Torfhaus entlang mit angenehmer Steigung den Berg hoch…

Offensichtlich gibt es doch Meinungsverschiedenheiten, was die Steigung betrifft…

Dann über die Straße und ein paar Höhenmeter wieder runter, ordentlich verblockt, geil… Das Wegerl fordert aber gleich seinen Tribut. Elke nimmt die Abkürzung über den Lenker…

Torfhaus. Getränkestopp.

Neben dem obligatorischen Kaltgetränk ist auch noch Platz für ein Gulaschsüppchen….

Zum ersten Mal ist der Brocken ausgeschildert…

…und zu sehen auch.

Über ’n Goetheweg am Abbegraben entlang…

 

 

… und dann stramm bergauf.

Da oben ist er schon…

Gleich ist es geschafft…

So weit ist es gar nicht, da kommen mir doch gleich ein paar Ideen…

Gipfelbier…

Hier oben ist es ziemlich voll, liegt zum Einen an dem tollen Wetter, aber zum Großteil an dem…

Spuckt im Halbstundentakt Heerscharen von Touris aus. Zum Glück nimmt er sie auch gleich wieder mit…

Den hier auch. Feiert seinen Junggesellenabschied. Ob er weiß, was seine zukünftige Ex grade treibt???

Dann geht ’s bergab. Juheeee. Am Plattenweg kurzes Sammeln, dann weiter. 5 Minuten später klingelt das Telefon. Elke ist statt rechts weg den Plattenweg immer weiter runter. Hansi und Helen drehen rum und suchen die „Vermisste“. Sammelpunkt Torfhaus. Supi. Mit Vollgas den Berg runter. In Torfhaus reicht ’s für ein großes Diesel. Dann ist die „Rettungscrew“ da. Weiter geht ’s über die „lange Variante“ Steile Wand und Magdeburger Weg. Zum Glück hat keiner vorher gewusst, was da auf uns zu kommt, denn dann wären wir wieder die andere Variante gefahren. Ein supergeiler Trail. Ordentlich verblockt und ziemlich steil. Teilweise S3 bis S3+ Niveau. 3-4 Mal muss ich absteigen, aber sonst ist es fahrbar. Kann ich wenigstens immer mal ein paar Fotos machen…

 

 

 

 

Die finale Abfahrt zum Dammgraben…

 

 

Die Technik hat ordentlich gelitten hier runter…

Schaltzug gerissen und die Kette rattert auch nur noch so über die Ritzel. Bis zum Salzkammergut nächste Woche muss der Antrieb noch mal komplett gewechselt werden.

Die letzten 15 km gehen nur noch auf dem mittleren Blatt und im Stehen, denn mein Hintern ist wund wie ein Pavianarsch. Es gibt auch ein Foto, aber das möchte ich hier nicht zeigen. Auf dem Zeltplatz gleich in den Teich, uij das brennt…

Der Abend klingt mit Hörfunk am Radio aus, 3:2 für Deutschland. Sonntag noch ne Lullerrunde zum Baden an die Seen der Umgebung.  Echt geil hier. Um 5 geht ’s wieder Richtung Heimat.

Fazit

Der Harz hat mich positiv überrascht. Ein echt geiles Bike-Revier. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen. Der Harzer Hexenstieg hat ja nur rund 100 km. Der sollte an einem Tag zu schaffen sein. Ist jetzt jedenfalls in Gänze dick angestrichen…

 

 

 

 

 

 

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