M&H-News 9/2010 – Deutschlandlauf

Hallo liebe M&H-Freunde,

hier die neueste Pressemitteilung aus der TA vom 14.8.10 über die Ultras in Orange…

1200 km von Kap Arkona nach Lörrach

Holger Sakuth und Ulrich Meinger (r.) arbeiteten einst in der gleichen Kanzlei und laufen seit Jahren gemeinsam von Ultra zu Ultra. In drei Wochen wollen sie gemeinsam das Abenteuer Deutschlandlauf 2010 über 1200 km angehen. Foto: Dirk Bernkopf

Holger Sakuth liebt lange Läufe. Der 48-Jährige absolvierte schon 31 Mal den Rennsteiglauf-Supermarathon über 72,7 km, gewann zweimal den 24-Stunden-Lauf von Hoyerswerda und berührte ehrfurchtsvoll den Fuß der Statue von König Leonidas in Sparta nach einem 245,3-km-Lauf mit Start in Athen. Sein neuestes Vorhaben sprengt aber alle bisherigen Grenzen.

Eisenach. Von Kap Arkona auf Rügen bis nach Lörrach an der schweizerischen Grenze sind es rund 1200 Kilometer eine fast schnurgerade, diagonal verlaufende Route durch die gesamte Bundesrepublik. Das ist die Laufstrecke des Deutschlandlaufes 2010. Im Jahr 1983 absolvierte der Ultramarathonläufer Ingo Schulze im Westteil Deutschlands einen Lauf über 1093 km und kam damit ins Guinness-Buch der Rekorde, 1993 organisierte Schulze den ersten Deutschlandlauf von Kap Arkona nach Lörrach für 24 Starter. Am 6. September fällt am neuen Leuchtturm an der Spitze der Insel Rügen der Startschuss zum inzwischen sechsten und vermutlich letzten Deutschlandlauf. Es war höchste Zeit für Sukuth, sich anzumelden. „Ich habe schon 2007 mit Jörg Kupfer, einem Gothaer Ultralauffreund, mitgefiebert. Er wurde beim Deutschlandlauf Dritter“, erinnert sich Holger Sakuth. „Ein Jahr später hatte ich dann erstmals selbst mit einem Start geliebäugelt.“ Im Jahr 2008 nahm der Eisenacher Steuerberater dann aber doch „nur“ den Baltic-Run von Berlin nach Usedom über fünf Etappen in Angriff. Nach Starts beim Wasa-Skilauf, dem Fröttstädter 100-km-Ultra und einem finnischen 7-Tage-Lauf erreichte der gebürtige Saßnitzer beim Spartathlon 2009 seinen sportlichen Höhepunkt. „Die 245,3 km von Athen nach Sparta, das war von der Streckenlänge und von den Emotionen her mein bislang eindrücklichstes Lauferlebnis das waren 2500 Jahre Geschichte“, blickt Sakuth zurück.

Wenn der Eisenacher läuft, dann selten alleine. Zum 1. Rennsteig-Staffellauf 1999 gründete er mit seinem Freund Michael Pflügner aus Tautenhain das M & H-Rennsteigteam. Die Initialen standen dabei für die Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen. Beide suchten in ihrem Umkreis nach weiteren Läufern, um die Zehnerstaffel füllen zu können. Heute gehören dem M & H-Team 13 Volkssportler an, die nicht nur wegen ihrer orangefarbenen Hemden auffallen. Besonders der Eisenacher Fred Dell hatte in den letzten Jahren mit vorderen Platzierungen bei Ultraläufen für Aufmerksamkeit gesorgt. Im letzten Jahr starteten sieben Läufer der Mannschaft beim Rennsteig-Supermarathon. Direkt an der Seite von Holger Sakuth ist aber meistens Ulrich Meininger, ein Wirtschaftsprüfer und ehemaliger Arbeitskollge aus Köln, zu finden. „Uli hat doch nur gewartet, dass ich mich beim Deutschlandlauf anmelde seine Nennung ging nur wenige Stunden nach mir ein“, flachst Sakuth. Nachdem der Lauf 2009 ausfiel und in diesem Jahr zum letzten Mal ausgetragen werden soll, war sich Sakuth schnell mit Ehefrau Ute einig, dass dringend noch ein paar Tage Urlaub geopfert werden müssen. Von dem Gothaer Deutschlandlauf-Finisher Jörg Kupfer erhielt der Eisenacher im Vorfeld eine DVD mit Bildern vom Lauf und die Mahnung „Mach es nicht!“. „Solche Worte reizen mich um so mehr“, stellt Sakuth klar, füllte den Nennungsbogen aus und überwies die 1375 Euro Stargebühr für das 17-Etappenrennen quer durch Deutschland. Kupfer litt besonders auf den ewigen Asphaltabschnitten. Der Eisenacher hat damit offenbar weniger Probleme. „Auf der Landstraße verfalle ich einfach in den Ultraschlappschritt das sieht nicht ästhetisch aus, ist aber äußerst kraftsparend.“ Sakuth will sich am Anfang zur Langsamkeit zwingen, nicht mehr als 8 bis 10 km/h schnell laufen und dabei zur Not auch noch mit einem Mandanten telefonieren: „Meine Sekretärin darf dringende Telefonate durchstellen.“ Natürlich hat Holger Sakuth auch seine Kamera wieder dabei, für die Abende in den spartanischen Unterkünften einige Bierbüchsen und zur Linderung von Schmerzen eine Dose Penatencreme. Aufgegeben hat der Eisenacher Läufer in seinem Leben übrigens erst zweimal.

Dirk Bernkopf / 14.08.10 / TA

Und hier noch ein kleiner Nachtrag zum thüringenULTRA.

Das Video von Mayk Hirschfeld ist online, die Orange-Bi(er)Athleten-Shirts sind auch zweimal vertreten… Ist übrigens Klasse geworden und gibt die Impressionen hervorragend wieder.
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