Werra-Runde

Heute mal nicht die Trailschaukel. Die Werra-Runde stand schon länger auf der to do-Liste. Endlich hat ’s mal geklappt. Die Tour soll zeigen, dass es nicht nur im Süden Eisenachs, sondern auch im Norden schöne Ziele gibt, die man mit dem Bike ansteuern kann. Außerdem bildet sie den Lückenschluss zum Hainich.

Und so sollte die Tour heute verlaufen. Zuerst nach Hörschel, dann nach Willershausen und über Ifta, den Heldrastein, den Normannstein, Falken, Probsteizella, Scherbda und Creuzburg  wieder zurück nach Eisenach. Am Ende stehen 80 Kilometer und 1600 hm auf der Uhr, wobei diesmal allerdings Forst-, Wald- und Radwege deutlich überwiegen.

Diesmal ist nicht der Weg das Ziel…Nach einem kurzen Stück durch die Stadt bis zur Kasseler Straße beginnt an diesem Umsetzer ein 11 Kilometer langer Trail über den Kirschberg und den Langen Zug nach Hörschel. Eine deutlich interessantere Alternative zum eher langweiligen Radweg im Tal zum Rennsteigstartort.

Ein kurzer Blick zurück…

Gleich erstmal stramm bergauf mit ein paar ordentlichen Höhenmetern.

Oben eine Bank mit Aussicht über die Stadt und zur Burg. Das blaue Andreaskreuz auf weißem Grund markiert übrigens den feinen Trail bis nach Hörschel.

Die Wasserhochbehälter, an denen der Trail wieder links in den Wald führt. Im Hintergrund sind übrigens schon der Heldrastein und die Creuzburg, zwei, der heutigen Ziele zu sehen…

So sieht ’s aus, wenn ich in die Richtung blicke, aus der ich gekommen bin.

Da drüben auf dem Kamm verläuft der Rennsteig.

Der befestigte Verbindungsweg zwischen der Autobahnraststätte und Stedtfeld.

Nach 300 m Feldweg beginnt hier…

wieder der Trail mit nem eigentlich schönen Hohlweg.

Aber der Forst war der Meinung hier müsse wertvolles Buchenholz geschlagen werden…

Auf der linken Kante lässt es sich normalerweise auch sehr schön fahren…

…aber heute ist es mehr Bike & Climb.

Komplett unpassierbar.  Irgendwie komm ich drüber,drunter oder drumherum…

Ne eigentlich schöne Abfahrt entpuppt sich als Körnerfresser…

Mist, bleibt nur zu hoffen, dass der Harvester hier nicht allzu viel Schaden hinterlässt und die Herrschaften bei Zeiten fertig sind… Übrigens hat der Hohlweg mal so ausgesehen…

Tunnelblick.

Die Autobahnbrücke, über die ist bestimmt jeder schon gefahren.

Dort drüben verschwindet sie im Kielforst, meinem nächsten Ziel.

Der Aufstieg… Die letzten 50 m ist der Weg weg und ich muss mich durchs Unterholz schlagen.

Oben kann man im Osten Eisenach, die Wartburg und im Süden die Brandenburg bei Lauchröden bewundern.

Ein Stück an der Waldkante entlang und man landet da. Ne ehemalige Führungsstelle der Grenztruppen, wird jetzt von Mobilfunkern genutzt.

Die ehemalige Grenze. Selbst 20 Jahre danach sieht man noch, welche Wunden die deutsche Teilung hier hinterlassen hat.

Ein letzter Blick gen Osten…

Bärlauch ohne Ende.  Hier kann man das Zeug mit dem Mähdrescher ernten… Immer weiter an der Kante lang. Der Weg geht in einen schmalen Wildschweinpfad über und wenig später ist er  ganz verschwunden. Im Hessischen gibt es offensichtlich nicht so viele Wege wie bei uns. Nochmal ein kurzer Abstecher durchs Unterholz und ich lande in Frauenborn. So weit wollte ich eigentlich gar nicht. Ein Stück zurück bis Archfeld über die Strasse…

Die Streckenführung im Kielforst muss ich nochmal überarbeiten, das geht bestimmt besser. Die einfachere Variante ist wahrscheinlich der Weg über Pferdsdorf nach Willershausen…

Auf dem Grenzweg geht es nach Ifta, wieder im Osten.  Hier ist auch der erste Hinweis auf mein heutiges Hauptziel an die Wand genagelt. Jetzt gibt es noch mal Höhenmeter. Der Aufstieg aus dem Ort ist ziemlich steil.

Da geht ’s lang…

…und da isser auch schon. War früher mal ein Horchposten zur Telefon- und  Funküberwachung. Der Heldrasteinverein hat dann nach der Wende einen Aussichtsturm draus gemacht. Ich kraxel gleich mal  hoch und trage mich ins „Gipfelbuch“ ein…

Der Blick von hier oben ist fantastisch. Heute ist es leider ein bisschen diesig, aber bei guter Sicht ist der Brocken im Norden, die Wasserkuppe im Süden, der Ettersberg im Osten und der Hohe Meißner im Westen zu sehen.

Mein nächstes Ziel, die Adolfsburg und der Normannstein bei Treffurt.

Die Hütte am Fuß des Turms wird erst mal als Verpflegungsstopp genutzt. Sehr nette Leute hier… Ein Diesel in die Trinkflasche, ne Bockwurst ein Kaffee und zwei Stückchen Kuchen…

Der Blick von der Felskante…

… und dann geht ’s wieder weiter. Es folgt ne technische Passage, der Treppenweg runter zum Wanderparkplatz. Der heißt übrigens nicht umsonst so. Prinzipiell alles fahrbar, ich steig aber trotzdem an ein, zwei Treppen ab.

Hier soll Räuber Henning gehaust haben, der Stülpner, Karl des Werratals. Ne Viertelstunde später bin ich am blauen Wunder, dem ehemaligen Sperrwerk an der Werra.  Sollte verhindern, dass hier jemand durch die Werra gen Westen schwimmt, jetzt dient es in friedlicher Mission den Wanderern , um trockenen Fußes ans andere Ufer zu gelangen.

Von hier aus sieht die Adolfsburg, der Kalksteinfels links, und der Normannstein, die Burg über Treffurt rechts, schon deutlich imposanter aus.

20 Minuten und etliche Höhenmeter später bin ich oben. Das war giftig, der Ausblick entschädigt aber für alle Mühen. Ab jetzt wieder feinster Trail a la Jenaer Horizontale

Der Heldrastein, diesmal von der anderen Seite…

Die Schutzhütte auf der Adolfsburg. Warum das hier so heißt, weiß ich nicht. Ne Burg steht hier jedenfalls nicht und mit dem kleinen Österreicher hat der Fels auch nix zu tun.

Immer auf dem Kammweg lang… Dahinten will ich hin.

Tolle Aussicht.

Der Normannstein von hinten. War früher mal ne Raubritterburg. Ist jetzt saniert und wird bewirtschaftet. Zu Vorwendezeiten war hier mal ein Jugendclub, in dem ich auch ein paar wilde Partys gefeiert habe. In Falken dann über den Werra-Radweg bis nach Probsteizella.

Viel los hier. Verpflegungsstopp… Ohne Diesel läuft der Motor nicht…

Nette Kellnerinnen haben die hier auch, dafür gibt es hier allerdings auch keine Currywurst. Dafür riesige Kugeln Eis …

und ein kühler Luftzug streicht auch an der Bluse vorbei…

Tja, Kaffee und Kuchen ist was anderes als Long Island Ice Tea und das Kleine Schwarze muss hier auch etwas länger sein. Leider kann ich hier nicht ewig bleiben. Hab noch ein ganzes Stück zu fahren. In Frankenroda stehen die nächsten Höhenmeter an. Der Aufstieg nach Scherbda.

Der höchste Punkt von Scherbda, der Panoramablick. Ich glaub das Türmchen heißt Räuberturm.

In der Mitte am Horizont ist noch einmal der Heldrastein zu erahnen. Weiter durch Scherbda Richtung Creuzburg zur Wisch, einem Aussichtspunkt oberhalb von Creuzburg.

Einen schnellen, schönen Trail später stehe ich unten an der Werra-Brücke.

Die letzten 15 km dann über den Werra-Radweg nach Hörschel und zurück nach Eisenach.

Schöne Runde mit zum Teil recht giftigen Anstiegen…

Nachtrag:

Bin die Runde jetzt nochmal mit Paul gefahren und habe dabei die Strecke leicht modifiziert. Zwei Änderungen:

1. Kielforst ist jetzt fahrbar.

2. Die Abfahrt vom Heldrastein geht jetzt über Großburschla.

GPS-Daten der Runde können hier runter geladen werden.

 

 

 

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3 Antworten zu Werra-Runde

  1. DresdnerEK89 schreibt:

    Hallo- das Bild [ show-image_org-11041723214378 ] Füst der GT ,wo genau ist dies GPS- Daten wäre net. mfg

  2. physioterrorist schreibt:

    Bei Pferdsdorf-Spichra N 51 00.878 E10.950 .
    Bei Ifta gibt es übrigens noch eine, N51 03.465 E10.232

  3. DresdnerEK89 schreibt:

    Danke ,ich war Juni 2010 vor Ort,könnte mit dem Eigentümer mir den Turm anschauen [Bilder gemacht],da er ihn Umbauen wollte und jetzt…

    Urlaub für den wer möchte,er lebt/wohnt im Ort.

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