Die Werra – 285 km nonstop zu Fuß Teil II

Ich hoffe, ihr habt euch Bier und Chips zurecht gelegt. Weiter geht ’s auf unserer langen Reise…

6.07  Uhr sitze ich im Zug nach Bad Salzungen. Ich rufe Micha an, wie die Nacht gelaufen ist. Alles schön, nur der Zeitplan stimmt nicht mehr so ganz.  Eine Stunde Verzug. Naja, da hab ich ja noch ein bisschen Zeit und kann noch ne schnelle Runde durch Bad Salzungen drehen…

Der Burgsee im Morgenlicht, geil, richtig schön hier…

Das Gradierwerk. Durch den Stadtpark fahre ich rüber zum Werra-Radweg.

Ich werd ihnen mal ein bisschen entgegen radeln.

In Kloster erwisch ich sie…

Sehen noch recht frisch aus. Die ersten Bilder werdet ihr schon von der Live-Schalte kennen, dafür habt ihr jetzt aber auch noch den richtigen Ton…

Hier sind die zwei auf dem Weg nach Tiefenort. Mich wundert es schon, dass hier so gut wie kein Verkehr ist, der Werra-Radweg wird auch weiträumig umgeleitet. Aber mit nem Fahrrad kommt man eigentlich überall durch, erst recht zu Fuß. Deswegen ignorieren wir einfach mal die ganzen Umleitungsschilder…

Dann zeigt sich auch, warum umgeleitet wird. Das Frühjahrshochwasser, man glaubt es kaum, ja, das hat es dieses Jahr auch gegeben, hat die Straße weg gerissen und es wird fleißig gebaut. Für M &H allerdings kein Hindernis.

Tiefenort…

…kleines Quiz, was das wohl für ein Fluss ist??? Hier ist er übrigens noch in Ordnung.

Das ist übrigens schon die nächste Baustelle, mitten im Ort, die ist aber genauso „schwierig“, wie die vor Tiefenort. Und immer schön vorsichtig, hier drunter ist alles hohl…

Die Alternativroute unterhalb der Krayenburg erspart uns eine ganze Menge Höhenmeter. Schön ist sie außerdem…

Verpflegungspause in Merkers…

Gunter lässt ordentlich auffahren…

Hier steigt Holger Wiesemann von der Treffurter Laufgruppe des SV Normannia mit ein. Übrigens mehrfacher Sieger des Scherbdaer Bockwurst-Laufes. Naja, wer ’s kann… Will heute 100 km mit laufen und für den thüringenULTRA testen. Er ist sich noch nicht ganz schlüssig, ob er die 100 km oder die 100 Meilen…

Es hält sich übrigens hartnäckig das Gerücht, dass es in diesem Jahr für die 100 km-Läufer statt des obligatorischen Sterns ein Bambi gibt…

Wir nerven Gunter schon die ganze Zeit, aber der verrät nüscht…

Hier der aktuelle Meldestand:

auf der Bambinistrecke   100 km      :                  133

auf den 100Meilen       :                    95

2er Staffeln(je 50 km):                     11

4er Staffeln(je 25 km):                     16

Es darf übrigens bis kurz vorm Start noch gemeldet werden. Ummeldungen von Kilometern auf Meilen sind laut Gunter auch noch möglich, gell Holger… Bockwürste gibt es dort an den Verpflegungsstationen allerdings nicht, und Bier gibt es auch erst ab Kilometer 90 bzw. 150…

Olaf Leffler von der TA und Heidje Beutel vom MDR. Die ist für den tollen Beitrag im Thüringen Journal verantwortlich.

Weiter geht ’s. wir liegen schon fast 2 Stunden über dem Zeitplan.

Das Arbeitsgerät des Scouts. Analog- und Digital-Navi. Die nächsten Etappen sind Dorndorf und Phillipsthal.

Hier nochmal die Schachtanlagen von Merkers. Ist jetzt ein Besucherbergwerk. Ich war schon 3 mal unten, und kann es nur empfehlen, ein Besuch lohnt sich. Hier war der  Goldschatz des Dritten Reiches eingelagert und Konzerte werden da unten auch aufgeführt… Ne einmalige Akustik.

Ab Dorndorf wieder ne Umleitung. Diesmal nehmen wir die. 1,5 km über die Bundesstraße. Schön ist das nicht. Deutschlandlauf-Feeling.

Die Strecke bis Phillipsthal zieht sich wie Kaugummi. Nimmt einfach kein Ende und mittlerweile haben die Temperaturen auch tropische Werte erreicht. Wenn nicht eine angenehme Brise wehen würde, wäre es unerträglich… Holger nimmt sich ne Krise, Ulrich zieht davon… Zum Glück sind wir genügend Fahrradbegleiter…

Phillipsthal, wir sind im Hessischen, der Weg führt hier geradewegs durchs Schloss.  Das letzte schöne Stück Weg bis wir wieder im Thüringischen sind. Das  Land der Kali-Berge. Wir nehmen die Alternativroute auf der rechten Flussseite, sonst müssten wir direkt durch die Schachtanlagen von Hattorf und schön sind die ganz Gewiss nicht…

Ab hier kann in der Werra übrigens nix mehr unter gehen. Der Salzgehalt pendelt zwischen Nordsee und Totem Meer… Wer hätte gedacht, dass die Werra mal der fischreichste Fluss Europas war… Es ist übrigens nur ein Gerücht, dass die Heringe ursprünglich aus Heringen stammen…

Der Rest des Weges führt bis Heringen immer an der Bundesstraße entlang.

Sieht so aus…

In Heringen ungeplanter Zwischenstopp…

Ne ehemalige Arbeitskollegin von Holger fängt uns ab…

Und der ist uns von Gerstungen aus entgegen geradelt…

Siegfried Koch, Ausdauer-Urgestein aus Eisenach.  10 Minuten später kenne ich alle Geschichten von seinem legendären Fahrrad…

Ein kurzes Stück über einen Knüppeldamm und wir sind wieder im Osten…

Die Kirche von Dankmarshausen…

Ein Blick zurück…

…der Monte Kali von Heringen.

Beim nächsten Stopp darf ich basteln. Meine Bremsbeläge…

Werd ich wohl erst mal ohne Hinterradbremse weiter fahren müssen, denn…

Micha ist grad out of order. Den beiden Läufern geht es auch nicht mehr so gut. Die Hitze macht ihnen zu schaffen. Abwechselnd nimmt sich jeder seine Krise… Der Schnitt sinkt, der Rückstand zum Zeitplan beträgt schon gut 3 Stunden…

Der Weg nach Obersuhl zieht sich .Viel Schatten hat ’s hier auch nicht…

Wieder so eine lange Gerade, die kein Ende nehmen will. Zum Glück stößt Karl-Heinz Wiesemann zur Läuferschar. Mit dem Treffurter ist er übrigens nicht verwandt.

Karl-Heinz taucht genau zum richtigen Zeitpunkt auf. Ein bisschen Motivation können die zwei jetzt gut brauchen…

In Obersuhl verlässt uns Siggi.

Rast in Gerstungen, halb vier, eigentlich sollten wir jetzt schon in Hörschel sein. Wir kommen in heimatliche Gefilde…

Hier verabschiede ich mich erst mal in Richtung Eisenach. Ich brauch neue Bremsbeläge und die örtlichen Fahrradläden haben nicht das richtige Modell vorrätig. Um 5 ist alles erledigt, da habe ich ja sogar noch Zeit, den Live-Bericht in die Tasten zu hacken…

Zur Rast in Hörschel bin ich wieder vor Ort… Für die Versorgung und die Fotos bis dahin sind jetzt Olaf und Micha zuständig…

Die Werra-Auen zwischen Gerstungen und Sallmannshausen.

Im Hintergrund ist schon die Autobahnbrücke von Hörschel zu sehen.

In Hörschel ersetzt übrigens Thomas Möller Gunters Frau im Versorgungsfahrzeug. Sein wichtigstes Utensil ist übrigens eine große Büchse voll Kreide…

Geile Idee…  Solche Sprüche werden uns bis zum Ziel begleiten…

Großer Auflauf in Hörschel. Viele Freunde sind gekommen und wollen die zwei anfeuern.

Der hier auch…

Fred wollte eigentlich mit laufen, aber ne Verletzung beim Rennsteiglauf hat ’s verhindert.

Das steht bisher übrigens auf der Uhr. 169 km, 20:40 h in Bewegung, 4:58 h Pausen, Durchschnitt over all 6,6 km/h.

Ich bin auch wieder bei der Truppe und darf gleich mal Hand anlegen…

… unter kritischer Beobachtung…

Dann geht ’s weiter. Holger drängelt schon wieder, der Zeitplan…

Da laufen sie…

Ihr dürft jetzt auch, und zwar zum Kühlschrank. Werbepause…

Der Rest, mit allen dramatischen Ereignissen und dem glücklichen Zieleinlauf im nächsten Teil…

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3 Antworten zu Die Werra – 285 km nonstop zu Fuß Teil II

  1. Olaf Sakuth schreibt:

    Uwe, wieder einmal herrlich. Die Erinnerungen werden wieder aufgefrischt und das ist schön. Eine einmalige Tour, mit einmaligen Menschen und einmaligen Leistungen. Mann-Oh-Mann. Viele Grüße olaf

  2. Elke Ziegler schreibt:

    Beim Lesen dieses hautnahen Spitzenberichtes, kann ich die Leiden der beiden „Aufrechten“ sogar körperlich spüren. Sämtliche Nervenenden reagieren. Weiß nicht, ob ich das medizinisch perfekt ausgedrückt habe, Uwe wird es notfalls korrigieren. Alles in allem: Wieder perfekte Fotos und unter die Haut gehender Streckenbericht. Wir sind auf das Ende gespannt, Uwe. Kannst‘ dir schon mal ein Bienchen (oder zwei) eintragen.

  3. Holger (der der nicht zu Fuß bis Hann.Münden gekommen ist) schreibt:

    Mach Dir keinen Stress Uwe,
    ich weiß ja wie es ausgegangen ist … 😉
    Trotzdem den allerbesten Dank an alle für alles!!!!!

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