Wasserträgerreport thüringenULTRA 2011 – Teil III

Ich hoffe, ihr seid jetzt neugierig genug und brennt auf ne Fortsetzung. Teil III beginnt in wenigen Minuten… Schnell Eis, Chips, Bier oder Wein zurecht gestellt und Licht aus…

Seid ihr so weit? OK, ab geht ‚er  der Peter…

Schweren Herzens müssen wir uns von der Verpflegung am Rothenhof verabschieden. Hier kenn ich jeden Grashalm persönlich. Wir befinden uns im M&H-Kernland. Holger hatte sich schon vorher bei Fred sein persönliches Dopingmittel bestellt.

Bis zum Mosbacher Waldbad ist die Tüte aufgemümmelt, kurz vor der Kotzgrenze. Die Zweite kommt erst mal in meine Drogenverwahrstelle… Holgers Geheimwaffe scheint tatsächlich zu helfen. Ulrich schwächelt immer noch, Holger setzt sich allmählich ab. Die zwei wollen ’s mir doch nicht etwa schwer machen? Ab Eisenach bin ich als Radbegleiter für ’s M&H-Rennsteigteam nämlich Alleinunterhalter. Mengsi hat sich in Eisenach abgesetzt, muss vormittags  noch ein paar Kühe glücklich machen, ich meine jetzt Vierbeinige, und für Fleischnachschub bei diversen örtlichen Restaurants mit Migrationshintergrund sorgen, bevor er dann am Nachmittag in Friedrichroda wieder zu uns stößt. Nicht, dass jetzt jemand hier was falsch versteht. Mengsi ist ’n richtig Guter seines Fachs und für Hoppel, Maunzi, Schnuffi und Co auch mal da, wenn Andere keine Zeit haben…

Mosbach, einmal runter ins Dorf, eine Runde um die Dorflinde und auf der anderen Seite wieder hoch. Schnelle Versorgung. Uij, der Anstieg fordert wieder. Gunter meint es wirklich „gut“ mit uns. Bei Holger wirkt ja das Doping, aber Ulrich… Der Abstand zwischen beiden pendelt sich bei 1-2 Minuten ein, dass lässt sich alles noch prima händeln. Viel Arbeit machen mir die zwei eh nicht. Wir sind jetzt in einem größeren Pulk unterwegs, die 18 und 19 Uhr Starter… Dämmerung. Die Zeit der langen Messer… Kittelsthal, 4. Verpflegung. Wird Zeit. Ab sofort auch wieder Bilder…

Die hübsche Dame von der Zeitmessung will nicht auf ’s Foto. Zu Spät, ist ja auch bloß für ’n Blog…

Ulrich sieht aus als hätte er keine Lust mehr…

während Holger schon wieder mit Elan zum Aufbruch bläst… Unglaublich, wie dieses Dopingzeuchs wirkt…

Klein Berlinchen, der nächste Anstieg. Schönau. Wer kommt denn da von hinten angebraust?

Peter Flock, Wahnsinn, hat uns schon 2 Stunden abgenommen. Kann mir nicht vorstellen, dass das am Start so abgesprochen wurde… Am Ende wird er 2. in 16:56:14 h. Saustark.

Unser Zeitplan haut übrigens nicht mehr hin. Wir werden wohl etwas zu spät in Sondra erscheinen, um noch den Kampf um die Spitze verfolgen zu können. Der Schlamm und die schmierige Strecke haben die Marschtabelle ordentlich durcheinander  gewirbelt. 5:19 Uhr sind wir endlich an der Verpflegung in Sondra, eine halbe Stunde zu spät, Schade. Wir landen mitten im großen Pulk. Für mich mal ne neue Erfahrung. Bisher war ich hier immer einer der ersten… Die „Einführungsrunde“ ist geschafft. Nur noch 90… Es folgt der Anstieg zum Reitzenberg.

Schmierseife, aber ich kann ’s erstaunlicherweise hochfahren. Holger und Uli laufen wieder gemeinsam. Dadurch für mich alles sehr entspannt. Macht ja nix, hab ich Zeit für die „wichtigen“ Dinge…

Pilze rechts…

Pilze links… Schön ist es im Thüringer Wald…

Samstagfrüh in Deutschland. Während bei den Meisten jetzt der Wecker klingelt, hirschen hier mehr als 200 Laufverrückte durch den Thüringer Wald. Unser Weg zum Bäcker ist halt ein Anderer…

Die zwei nehmen jede Verpflegung mit, hier die in Seebach. Mit Fred war das anders. Der ist fast immer durchgerauscht, hat seine Bestellung aufgegeben und ich hab ’s dann ran geschleppt. So bin ich relativ arbeitslos und eigentlich nur zur Sicherheit da…

Die ersten Staffeln passieren uns auch schon. Damit es für mich nicht zu einfach wird dann das…

Das Klickerpedal ist gebrochen. Mist, wird wieder ein teures Wochenende, weil wenig später…

noch ne Speiche bricht. Wird ratzbatz um eine andere rum gewickelt, so bleib ich wenigstens fahrbar. Scheiß Schlamm vom Anfang…

Wieder ne Staffel, die an uns vorbei rauscht… Plötzlich großes Hallo und “ Ulrich, so schön wie du kann keiner leiden..“ Jawoll… Der Hörselgauner Horst Reinhardt hält fürn nen kurzen Plausch inne. wenig später an der Ruhlaer Skihütte steht er schon wieder geschniegelt und gestriegelt bereit für seinen Zweitjob als Zielsprecher.

Muss sich beeilen, viel Zeit hat er nicht mehr, bis die Ersten ins Ziel kommen…

Kurz vorm Meisenstein noch ein freundliches Hallo von hinten…

Michael Reinz und Christian Gauditz von den Treffurter Lauffreunden… Laufen beide ne 50 km-Staffel. Ein richtig erfolgreiches Wochenende für die Treffurter. Beide laufen auf ’s Podest. Micha landet im Mix mit seiner Frau als Treffurter Sperrachen M+M auf Rang 3  und Christian wird mit Andreas Montag als Treffurter Sperrachen Duo C+A  sogar Zweiter. Gratulation.

Endlich oben, der schwerste Anstieg, der zur Schwarzbachwiese, ist geschafft. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Ruhlaer Skihütte…

Holger und Ulrich lassen sich hier nicht so viel Zeit…

Der Sprecher an der Skihütte… Hat ’s nicht leicht, viele Startnummern sind nicht zu erkennen.

Der nächste Streckenabschnitt bis zum Dreiherrnstein muss nächstes Jahr geändert werden. Der Besitzer des Waldstücks hat was dagegen. 200 Läufer stören die Harvester und Holzerntemaschinen so sehr, dass das verboten gehört. Ich sag jetzt lieber nicht, was ich davon halte…

So sieht ’s da übrigens aus. Fichtenholz erzielt zur Zeit Höchstpreise auf dem Weltmarkt…

geiler Arsch…

Der Dreiherrnstein. Ab hier bis zur nächsten Verpflegung am Gehege nur noch bergab.

Hier lernen wir die junge Dame in schwarz-weiß kennen. Ines Melzer von den Heideläufern aus Jessen. Will aufgeben, ist in der Nacht auf dem Hörselberg gestürzt und hat nen dicken Bluterguss am Oberschenkel. Aufgeben? Das gibt ’s ja gar nicht.

Ulrich findet die richtigen Worte. “ Noch zwei Verpflegungen, dann hast du 100 km voll und bekommst deinen Stern.“ Was so ein Stern doch für ne Motivationskraft hat. Gunter, die Idee mit den Sternen ist Gold wert. Der mit dem Schlapphut ist übrigens auch ein alter Bekannter. Jörg Gerlach vom 100 Marathon Club. Jörg hat noch dicke Beine. Hat vor einer Woche am Zugspitz-Ultratrail teilgenommen. Der gebürtige Chemnitzer hat 14 Tage vor der Wende die Füße in die Hand genommen. Ist quasi mit dafür verantwortlich, dass die Mauer jetzt wech is. Rennt immer noch, wird Zeit, dass ihm mal jemand sagt, dass er jetzt langsam anhalten kann… Die Jungs kennen sich übrigens von Baltic-Run und Deutschlandlauf.

Ulrich nochmal als Motivator im persönlichen Gespräch… Erfolgreich. Ines holt sich nicht nur ihren verdienten Stern, nein, sie schafft es bis ins Ziel und finished (Entschuldigung Uli) beendet das Rennen in 25:46:37 h. Gratulation ins Sachsen-Anhaltinische.

Die große Wiese nach der Verpflegung. Langsam wird ’s ekelig. Es beginnt zu nieseln.

Brotterode, die Schanzen verschwinden grad in den Regenwolken…

Nächster Stopp Grenzwiese…

Ups, was haben wir denn da gefunden?

Ein vorbildlich geführter Zeitplan. Wem der wohl gehört, und warum der hier im Dreck liegt? Fragen über Fragen… Umfangreiche Recherchen werden Licht ins dunkel bringen. Dazu aber später mehr…

Vom wichtigen Verpflegungspunkt am Gänsberg hab ich gar keine Fotos. Zu blöd. Dabei gab’s hier die Sterne. Der Gänsberg war mit Fred immer ne üble Treterei. Heute auch, nur heute brauch ich niemandem hinterherhetzen…

heut kann ich warten… 5 min ruhen wirken Wunder. Bin vorhin vor lauter Müdigkeit beinahe vom Rad gefallen, selbst nebenher laufen hat nicht mehr geholfen…

Während ich warte, dürft ihr auch . Nochmal ne klitzekleine Werbepause…

weitere Beiträge zum thüringenULTRA:

2011

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2011 – Teil I

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2011 – Teil II

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2011 – Finale

2010

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2010

2009

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2009 Teil I

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2009 Teil II

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2 Antworten zu Wasserträgerreport thüringenULTRA 2011 – Teil III

  1. Elke Ziegler schreibt:

    Wie Antje schon feststellte: Du bist einfach Spitze, Uwe. Und was dir so nebenher alles noch „ins Auge“ fällt und im Bild festgehalten wird. Man kann nur staunen und ein wenig neidisch werden. Du kannst heilen, du kannst basteln, kreativ sein und du kannst auch noch sooo gut fotografieren.Und vom Handball hast du auch mehr Ahnung als ich. Es ist im Leben alles so ungerecht verteilt, jawoll!

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