Wasserträgerreport thüringenULTRA 2011 – Finale

Geht mir nach meinem Kurzzeitschlaf bedeutend besser. Wirklich beeilen muss ich mich nicht. Bis zum Mommelstein geht ’s erst ne weile gradaus und danach 10 km nur bergab.

Da hol ich die Läufer immer wieder ein.

Der Fuchsbau, die Gaststätte am Mommelstein. Versprüht immer noch den Charme der 80′ er.

Ich glaub, die brauchen Erich bloß aus dem Keller zu holen und keiner würde merken, dass hier mal kurzzeitig was anders war. Als ich das letzte Mal hier war saßen übrigens die Eltern von Sven Fischer am Nachbartisch. Ist deren Heimatrevier, wohnen in Floh-Seligenthal. Wenn man Glück hat, läuft einem auch mal Sven übern Weg.

Noch mal ein kleiner touristischer Abzweig zum Mommelstein. Hier war ich noch nicht. Von dem Aussichtsfelsen hat man einen tollen Blick gen Südwest auf die vordere Rhön.

So, genug gebummelt. Muss mich mal wieder um meine Schützlinge kümmern.  Kurz vor der Bergwacht Hohleborn biegen wir auf den Mommelsteinradweg ab.

Mittlerweile ist aus dem Duo ein Trio geworden. Jörg Gerlach hat sich uns angeschlossen.

Einer der schönsten Abschnitte. Ne stillgelegte Bahnstrecke. Bei den ersten 3 Veranstaltungen gings übrigens immer schon 500 m früher auf den Radweg, ist aber wegen Steinschlag immer noch gesperrt. Die Gemeinden streiten sich, wer die Sicherungsarbeiten bezahlt…. Nächstes Jahr lass ich mich nicht von der Feuerwehr aufhalten, da fahr ich da durch und mach ein paar Fotos. Mal sehen, ob se das bis dahin in den Griff bekommen haben.

Hier gesellt sich übrigens noch einer zu unserem Trio. Sören Schramm.

Holger und Ulrich kennen ihn von den 24 Stunden in Reichenbach. Zu viert geht ’s dem 2. Wechsel in Floh-Seligenthal entgegen.

Wenig später geht es durch den Hundsrücktunnel.

Erst Uli…

…dann Jörg…

…und zum Schluss Holger.

Huch, hier hat mich doch tatsächlich jemand bei der „Arbeit“ erwischt.

Der Wechsel in Floh-Seligenthal. Schrambo rauscht nach nem kurzen Inbiss durch, während Holger erstmal Socken wechselt und Uli seinen Rucksack vergeblich sucht. Da muss irgendwas beim Transport schief gelaufen sein.

Es folgt der lange Anstieg rauf zur Ebertswiese, erst ein Stück flach unterhalb der Haderholzsteins…

…dann immer steiler werdend bis zur Verpflegung am Jobstein.

Es nieselt mal wieder. Übrigens keine Angst wegen Ulrichs miesepetrigen Gesichtsausdruck. Der guckt immer so…

Mit Fred muss ich hier immer ein Stückerl voraus fahren, heute nicht. An dem Steilstück haben wir Schrambo wieder ein. Kreislaufprobleme. Ist voll in den Anstieg rein gelaufen und hat dabei total überzogen. Uli und Holger geht es soweit ganz gut und bis zur Verpflegung am Jobstein ist es auch nicht mehr allzu weit. Da kümmer ich mich mal ein bisschen um Schrambo. Meine Hausbar ist ja noch reichlich gefüllt. Die zwei brauchen ja fast nix…

Im Vordergrund Jörg und Uli, im Hintergrund Schrambo in Einzelbetreuung. Die Verpflegung am Jobstein kommt für Schrambo grade rechtzeitig. Nach der Ebertswiese schier endlos lang bergab bis nach Tambach-Dietharz. Schrambo hat sich wieder erholt, da kann ich mich ja wieder um meine zwei Recken kümmern.

Von Tambach geht es wieder „ewig“ bergauf zum Vierpfennighaus. Dort gibt es auch ne Verpflegung. Ist Kilometer 68 für die Bambinis, für uns Kilometer 138.

Ich mach zwischendurch mal ein paar Fotos. Holger durch die Speichen…

Schrambo ist uns auch schon wieder auf den Fersen…

Während ich fotografiere, macht sich jemand heimlich über meine Hausbar her…

Ulrich schwächelt ein bisschen. Holger zieht langsam aber unaufhörlich davon. Noch ist alles für mich gut zu händeln. An der Verpflegung sind wir wieder zusammen.

Hier gibt es auch ein Bierchen für mich…

Jörg will nur Wasser…

es hat übrigens wieder zu regnen angefangen…

Ulrich im Mülltüten-Look. Während Ulrich grade eintrudelt, macht sich Holger schon wieder auf die Socken… Auf dem langen Weg durch den Lauchagrund wird der Abstand zwischen Uli und Holger immer größer… Unten an der Straße wird Holger letztmalig von mir versorgt. Den Aufstieg nach Finsterbergen, den letzten Wechsel für die Staffeln, schafft er allein und unten in Friedrichroda wartet dann Mengsi. Ich kann mich ab sofort voll und ganz Ulrich widmen. Der hat mittlerweile schon 6-7 Minuten Rückstand.

Der letzte Wechsel am Schwimmbad in Finsterbergen. Das Bild täuscht ein wenig, die, die es bis hierher geschafft haben, schaffen es auch bis ins Ziel. Von Holger ist nichts mehr zu sehen. Hier findet sich auch die in Floh-Seligenthal so schmerzlich vermisste  Tüte von Ulrich wieder. Der Zieleinlauf ist gerettet. Das Team-Shirt wandert in meinen Rucksack.

Ich fahr ein Stück voraus und warte nach der Steilabfahrt. Es dauert ein bisschen, bis Uli auftaucht… Mach ich solange halt noch ein paar Bilder…

Der steht übrigens da…

Auf der anderen Straßenseite gibt es noch einen…

Man kanns schlecht lesen, die Augusta-Quelle…

In Friedrichroda die nächste Verpflegung. So werden die Läufer dort empfangen…

Aber ehrlich, was ihr euch mit dem „Arm“ gedacht habt, tz,tz,tz…

Holger ist schon vor ner Viertelstunde durch…

Hier mit Mengsi, der seinen Zweitjob als Fahrradbegleiter wieder aufgenommen hat.

Der VIP-Bereich…

Unser Einmarsch an der Verpflegung.

Standesgemäß…

Ulrich löffelt erst mal ein leckeres Süppchen bevor es weiter geht… Holger ruft an und fragt, ob er warten soll, aber 15 Minuten Rückstand sind zu viel. Wenn jeder sein eigenes Tempo läuft, ist allen wohl mehr geholfen, noch dazu da jeder jetzt wieder einen Fahrradbegleiter bei sich hat…

In Cabarz einer der vielen privaten Getränkepunkte der Einheimischen. Ulrich nimmt mal einen Schluck und meint, wenn die Leute sich schon die Mühe machen, sollte man das Angebot auch nutzen und ihnen dadurch den nötigen Dank entgegen bringen. Während Uli sein Wässerchen schlürft, wird Holger von Karl-Heinz mit ner Familienpackung Merci kurz vor der Gartenanlage empfangen.

Die halbe Packung wird aufgemümmelt…

Den Rest kriegt wenig später Uli…

Um den sind wir heute den ganzen Tag rum gelaufen, der Inselsberg.

Hier nochmal von einer anderen Stelle…

Das Wasser hat Ulrichs Lebensgeister wieder geweckt. Er kommt wieder ins laufen und ist jetzt ganz gut unterwegs.

Bei Holger sieht es dagegen nicht mehr so flüssig aus. Zu Mengsi meint er, er verstehe gar nicht, warum es nicht mehr so schnell geht.  Holger, ich kenne ne Menge Gründe, warum das so ist, um genau zu sein 147…

Es hat wieder angefangen zu regnen. Wandernde Mülltütengeschwader… Ulrich sammelt ne Menge Läufer  ein.

Am Ölberg kurz vor Kilometer 90 in Langenfeld die zwei auch… Andreas Knop mit der 1009 und Claudia Schelhorn mit der 1010. Während Andreas einer der Chef-Statistiker der DUV ist, ist Claudia der Urheber des vorbildlich geführten Streckenzeitplans, den wir an der Grenzwiese gefunden haben. Ihr wisst schon, der hier…

Verrückt, aber tatsächlich war…

Als wir auf die lange Gerade vor Kilometer 95 einbiegen, fällt uns ein T-Shirt in leuchtend Orange auf. Das ist doch Holger. Unglaublich, Ulrich hat die Viertelstunde Rückstand wieder aufgeholt. An der Verpflegung sind wir wieder zusammen…

Aber zuerst wird Holger gepuschelt…

Schade, das das Wetter so mies ist, die Mädels haben eindeutig zu viel an…

Wenige Sekunden später ist Ulrich dran…

Es hat wiedereinmal angefangen zu regnen…

Im Hintergrund übrigens ein Terrorist bei der Arbeit… So hab ich’s gesehen…

Find ich auch, super Mädels…

Die letzten zwei Kilometer von 160. Jörg ist auch wieder mit von der Partie. Die drei haben sich entschlossen zusammen ins Ziel zu laufen.

Da sind se schon…

Der 7., der 8. und der 10. des Deutschlandlaufes 2010 nach 100 Meilen gemeinsam im Ziel in Fröttstädt.

Gratulation für Ulrich vom zweiten Peter Pflock und von Jörg Kupfer, beide schon lange im Ziel und geschniegelt und gestriegelt…

Ultra-Urgesteine unter sich. Peter Pflock (links), Gunther Rothe (Mitte) und Jörg Kupfer (rechts) im lockeren Plausch. Die drei sind sich einig, Klasse Veranstaltung und hammerharte Strecke. Gut gemacht Gunther. Dank an alle Helferlein auf und neben der Strecke. Die 100 Meilen könnten ruhig als Dauerveranstaltung laufen. Wird aber wohl leider nur die Ausnahme bleiben. Schade. Gleichwohl ein herzliches Dankeschön vom M&H-Rennsteigteam…

Wir werden uns im nächsten Jahr mit Sicherheit hier wieder sehen. Dann eben auf der Bambini-Strecke…

weitere Beiträge zum thüringenULTRA:

2011

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2011 – Teil I

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2011 – Teil II

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2011 – Teil III

2010

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2010

2009

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2009 Teil I

Wasserträgerreport – thüringenULTRA 2009 Teil II

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2 Antworten zu Wasserträgerreport thüringenULTRA 2011 – Finale

  1. Uli M., die Startnummer 12 und alle 5 Jahre auch gerne mal die 1012 schreibt:

    Lieber Uwe,

    ich hatte schon die Befürchtung, der thüringenULTRA-Abschlussbericht wäre bei dem Vielen, was Du uns noch alles von Deiner EB-Radreise erzählen wirst, vielleicht geschlabbert worden. Ist aber nicht und so kamen die Lauf- und Radbegeleiter-Helden alle erfolgreich in Fröttstädt an.
    Einwandfrei!
    Und einiges Neues habe ich auch noch erfahren, z.B. das mit dem von Dir Nähe Inselsberg aufgelesenen Streckenzeitplan. Wobei ich mich frage, wie Du dieses Rätsel aufgelöst hast.
    „Andreasbrunnen“, Stein „Friedrichroda“, „Augusta-Quelle“ und die Erläuterung „eigentlich ein Arm“ (ja ja, wer’s glauben mag), solche Details sind mir beim Vorbeilaufen trotz der geringen Geschwindigkeit entgangen.
    Also, super Bericht, nochmals vielen Dank für alles und jetzt nehme ich das zum Anlass, Mengsies Rennsteig-Bier genüsslich zu mir zu nehmen.

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