Der EB-Weg-deutscher Teil: Tag 7

Tagebuch einer Tour durch den Wilden Osten

Rennwochenende in Seiffen. Mein „Ruhetag“ auf der Tour. Eigentlich wollte ich mit an der Startlinie für die große Runde stehen, geht aber nicht. Seit zwei Tagen plagt mich der schnelle Hans oder der flotte Otto, weiß jetzt nicht, wie der Typ genau heißt. Ist auch egal. Der Flüssigkeitsverlust ist so exorbitant, dass ich überhaupt froh bin, Samstagmittag hier angekommen zu sein. Die Preußen sind auch schon da…

Schreiben schon fleißig Autogramme, tz,tz,tz…

An Rennen fahren ist jedenfalls überhaupt nicht zu denken, und ganz ehrlich, eigentlich denke ich an Totalabbruch. Mal sehen, wie es mir am Ende des Tages geht… Kato und Brauni von den Fahrradfüchsen aus Kaltennordheim sind auch mit am Start und schon seit Freitag auf dem Zeltplatz. Brauni hat mir mein Zelt, nen dicken Schlafsack und die Isomatte mitgebracht. So hatte ich ne richtig komfortable Nacht und Katja, Braunis Frau,  hat mit ihrer Hausapotheke (Kamillentee und Imodium)dafür gesorgt, dass ich das Toi-Häuschen die ganze Nacht nicht gebraucht habe.

Frühstück ist beendet, die letzten Rennvorbereitungen. Meine beschränken sich auf das Putzen des Objektivs. Mal sehen, ob mir was Passendes vor die Kamera läuft…. Die letzte Chance, mich einzuschreiben, lasse ich verstreichen. Die Wettervorhersage verkündet auch nix Gutes. 25 l Regen pro Quadratmeter sind angesagt. Die ganze lange Woche hatten die Wetterfrösche mit ihren Prognosen Recht. Mal sehen, wie ’s heute wird. Bis jetzt ist es jedenfalls noch trocken. Ich fahr mit runter in die Startaufstellung.

Hier geht alles sehr geruhsam zu.

Einfach mal reingehalten.

Schon ein bisschen weiter vorn, aber immer noch alles recht tiefenentspannt…

Hier wird schon ein bisschen gedrängelt…

Hier stehen die Ambitionierten…

Hier vorn wird ’s wieder etwas leerer…

Die erste Startreihe, hierher komm ich sonst nie… Hier Thomas Nicke, der Seriensieger. Erweist sich nach dem Rennen als schlechter Verlierer und erscheint nicht zur Siegerehrung. Schade, so kann man sich seinen guten Ruf auch kaputt machen.

Rechts Marco Schätzing, der Sieger über 40km, in der Mitte Doris Stenfatt, die Favoritin auf den 100km…

Der Sprecher zählt die letzten Sekunden runter, ich schwing mich schnell aufs Rad und sause Richtung Alp de Wettin. Kurzzeitig darf ich das Feld mal anführen…

Das Kamerafahrzeug, denen bin ich die ganze Zeit vor der Linse rum gefahren.

Die Spitze…

1377 Fahrer stehen heute an der Startlinie…

Der Erste, den ich erkenne ist Thomas Rehbein im Traktoristenshirt, über die Wiese gerumpelt…

Tüte, auch über die Wiese…

Hackepeter, nicht zu übersehen, die Frisur sitzt…

Kato…

Kurzer Plausch mit Kasebi. Als er los kommt, ist er der Letzte…

Nur noch der Sankra folgt ihm… Gut, dass der nicht weit weg war. Wenig später stürzt er, Schlüsselbeinbruch. Gute Besserung…

30 Minuten hab ich Zeit, bis das Feld aus der Einführungsrunde kommt. Da scheint das erste Wochenende im neuen Jahr schon verplant zu sein…

Nach 25 Minuten sind sie schon da, Nicke gegen Tann.

Wen haben wir den da? Ein ganz bunter Vogel der Radsportszene. Henry Lesewitz, der bikende Radjournalist. Übrigens richtig gut dabei, wird 41. in 4:49:02 h…

Unser Zeltnachbar, Sebastian May von Rad Art aus Erfurt. 68. mit 5:08:41 h. Sein Bruder Maximilian ist noch schneller, der wird 21. in 4:34:43 h.

Doris Stenfatt, übrigens das letzte fahrende Bild. Übersteht die Einführungsrunde nicht und scheidet mit Defekt aus. So ’n Schaltungsschaden, wäre für mich jetzt kein Grund gewesen auf zugeben. Aber bei mir kommt ’s ja auf eine halbe Stunde mehr oder weniger auch nicht an…

Axel Kropp im EBM-Shirt.

Anto im Piratenlook, wie üblich viel zu schnell für meine Kamera…

Rennschnecke…

Andreas Braun von den Füchsen…

Das GT-Shirt kenn ich auch. Eispickel. Gestern wollte er noch mit mir zusammen den Besenwagen machen. Ich hätte ja gern…

Hackepeter, führt ne ganze Gruppe den Berg hoch. Wird vom Sprecher in typisch sächsischem Dialekt als der „Dardanjang“ des Radsports angekündigt. Ich find, da hat er jetzt aber etwas übertrieben…

Der Mann vom Quad mit der Kamera findet auch, das der Sprecher jetzt ein bisschen dick aufträgt…

Ich wechsle mal den Standort…

Jaaaa, hier gefällt ’s mir…

Nur für mich und meine Kamera…

Dann sind die Ersten schon da, mit Streckenrekord…

Die ersten Drei der 40km-Strecke.

Marco Schätzing (mitte), Andre Kleindienst (links) und Silvio Hauschild (rechts).

Henry Lesewitz.

Thomas Rehbein, auch zu schnell. Bis ich die Kamera schußbereit habe, ist er schon fast vorbei…

Sarah Zimmerlin, wird die Frauenkonkurrenz auf der Langdistanz überlegen gewinnen.

Benno Weber.  Mit einem Gang unterwegs. Wahnsinn. Dafür darf er dann auch mal ein bisschen an Sarahs Hinterrad lutschen. Hormondoping.

Tüte, sportlich elegant… Mit 5:20:18 h am Ende 98. Gratulation zur Kappe… von Tütes Kappe hab ich übrigens auch ein Bild…

Die offiziell letzten drei Käppchen…

Rennschnecke fährt mich fast übern Haufen…

Geht übrigens auch anders…

Brauni, ganz dynamisch…

Steffen Helbig, mit dem hab ich mich schon bei den 24 Stunden vom Nürburgring gekabbelt… 191. mit 6:19:39 h.

Es fängt an zu regnen. War ja angekündigt. Eigentlich wollt ich nochmal zum Wurzeltrail, das verkneif ich mir jetzt aber. Ich such mir lieber einen trockenen Standort.

Crusher im Ziel. 158. mit 2:19:25 h auf der Shorty. Gleich mal mit nem Interview…

…und dem Finisher-Bild. Noch sehen die Mädels chic aus, aber das ändert sich…

Geiles Shirt. Die Jungs vom Mad East helfen bei der Sicherstellung. Ich darf übrigens bei ihnen unters Zelt, weil von Regen kann mittlerweile nicht mehr die Rede sein. Petrus hat sich vorgenommen auf die 25 Liter noch was drauf zu packen, es schüttet. Jetzt bin ich übrigens heilfroh, nicht mit dem Rad durch den Wald hetzen zu müssen.

Axel Kropp vom EBM-Race-Team. Wird 161. mit 5:50:40 h. Muß aber noch eine Runde…

Huch, wer ist den das? Smiley und Shirt übrigens stylish Ton in Ton…

Richtig glücklich sieht se nicht aus, die Rennschnecke. Hoffentlich ist der preußisch-schneckische Haus- und Hoffotograf nicht dran Schuld. Eine Runde muss se noch…

Das Messer schon wieder zwischen den Zähnen…

Da ist schon der Sieger auf der Langdistanz, Rene Tann vom 1. Suhler MTB-Club. 3:53:05 h. Unglaublich.

Siegerinterview.

Anto im Ziel und im Regen… 131. mit 3:53:57 h. 30 Sekunden später ist Sabine Lengert im Ziel. Es gibt auch ein Foto, das kann ich aber Keinem anbieten. Dafür hab ich ihren Preis fürn 2. Platz in der Altersklasse…

Jawolll…

Andreas im Ziel, persönliche Bestzeit, mit3:55:33 h und 142. Gratulation.

Sieht aus, als hätte er sich ein bisschen dreckig gemacht…

Das obligatorische Siegerfoto…

Ulf, zumindest der Helm sitzt nicht mehr so genau. Muss auch noch ne Runde. Am Ende 204. in 6:27:55 h. Hier wird übrigens kein Transponder wegen 3 Minuten abgeschnitten…

Christian Zieger. Der ist mit dran Schuld, dass ich überhaupt bloggere. War zwei Jahre in den Staaten… 215. in 6:38:04 h.

Mit dem hab ich mich auf den Strecken dieser Welt auch schon oft rum gebalgt.

Daniel Mechsner. 235. in 4:26:20 h auf der Mitteldistanz.

Das schöne Trikot eingesaut, das gibt zu Hause wieder Ärger…

Eispickel hat schwer zu kauen, muss auch noch ne Runde.

7:04.28 h und 231. Wahnsinn, sonst ist das GT-Shirt ne Stunde schneller. Am Rad kann’s nicht gelegen haben…

Thomas Rehbein kommt rein. Das Einzige, was man bei dem sieht sind die weißen Zähne…

Der war schon küssen. Muss mal schauen, wie die Mädels am Ziel jetzt aussehen…

Dreggsche Määdsche…

Thomas nach der Knutscherei im Ziel. 49. in 4:58:18 h. Wahnsinn.

Dat gibt zu Hause bestimmt auch Ärger…

Noch’n dreggsches Mädsche, wird irrtümlich als Siegerin auf der Langdistanz angekündigt, muss aber noch ne Runde. So kommt man auch zu nem Foto…

Benno…

…im Ziel. 66. in 5:07:02 h, und das alles nur mit einem Gang. Respekt.

Noch eins mit den Mädels…

Henry ist auch mittlerweile im Ziel.

Henry und Benno, wenn das nicht ne neue Story gibt…

Die erste Frau, Sarah Zimmerlin. Zum Schluss ist Benno doch noch vorbei gefahren…

Die Presse ist neugierig.

Kato ist im Ziel.

War wohl doch ein wenig anstrengender als gedacht…

Hier kann er schon wieder lachen. Jawoll  Kato, richtig geherzt die Mädels…

355. in 5:17:41 h.

Siegerbier…

Noch ein paar dreggsche…. Hier Susan Bartl-Onißeit aus Apolda. 17. Frau in 4:47:29 h.

Die wollte unbedingt mit drauf. Hat an der Zielverpflegung die Bananen gereicht…

Veronica Blahová. die Zweite auf der Langdistanz in 5:48:37 h. Wat ne Dreggsau… Aber alles kann noch übertroffen werden…

Von Albrechts Hoffotografen ebenfalls ordentlich in Szene gesetzt.

Ne Dreggschnegge im Ziel, als Dritte in 5:52:09 h.

Reklame für Perlweiß…

Der Otto macht den Robot-Man. So könnte er jede DSDS-Staffel gewinnen. Krämpfe…

Anto, schon geschniegelt und gestriegelt. Hände gewaschen? Fingernägel auch schön sauber?  Zähne geputzt? Scheint alles in Ordnung zu sein. Darf mit rein zur Siegerehrung…

Für die scheint das alles schon Routine zu sein. Wollen gar nicht mit rein.

Eispickel ist auch schon vom Duschen zurück…

Der Flieger steht schon bereit…

Das ist übrigens der Sieger der Mitteldistanz, der Este Peeter Pruus. 2:45:18 h hat er gebraucht und jetzt fehlt ihm sein Finisher-Shirt. Sachen gibts. Die werden es ihm doch nicht geklaut… Der neben ihm hat schon so komisch ausgebeulte Taschen… Kriegt übrigens ganz unbürokratisch ein Neues…

Die zwei „Wunder Tüten“ Jens und Steffen. Haben auch schon ne Inventarnummer beim EBM.

Und dann die Siegerehrung. Draußen stöhnen die Preußen schon… Rennschnecke „sahnt“ wieder ab.

Erzgebirgische Holzschnitzkunst…

Ja wo isse denn?

Aaaah… So sieht übrigens jemand aus, der dafür …

verantwortlich ist. Wenn Schnegge so weiter macht, ist das Erzgebirge bald kahl…

Während die Jungs sich noch streiten, wer im Auto soviel Platz für Schnegge und ihre Mitbringsel hat, mach ich mich vom Acker. Hab mich entschlossen, weiter zu fahren. Zuerst geht es aber wieder zurück. Und zwar Richtung Pobershau. Das Stück von Wolkenstein bis Seiffen bin ich nämlich komplett über Straße, weil ich bloß noch in Seiffen ankommen wollte. Ausnahmsweise werde ich das, was ich heute noch fahre mit in Tag 8 packen. Jetzt ist aber erst mal Schluß…

PS: Noch mehr Fotos mit einigen bekannten Gesichtern gibts übrigens bei den Sportografen

Noch ein Nachtrag:

Den hier…

hab ich auch vor die Linse gekriegt. Benjamin Zacher. Hatte erst gedacht, ich hätte mich verguckt. Fährt jetzt fürs Team Mountainbike Bergstraße. War früher eigentlich immer für Rad‘ Roll unterwegs. Wird am Samstag beim Bergsprint 4. in 1:07 . Seine Wege kreuzen sich in letzter Zeit auffällig oft mit meinen bei läuferischen Großereignissen, bei denen er als Fahrradbegleiter unterwegs ist. So beim Rennsteiglauf, bei dem er für Mattew Lynas unterwegs war und auch beim Rennsteigstaffellauf, wo dieses Foto entstand…

Wurde übrigens 17. in 3:06:05 h auf der Mitteldistanz. Hat es auch bei den Sportografen in die Highlights geschafft…

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Der EB-Weg: Tag 11

Der EB-Weg: Tag 10

Der EB-Weg: Tag 9

Der EB-Weg: Tag 8

Der EB-Weg: Tag 6

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Der EB-Weg: Tag 2

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7 Antworten zu Der EB-Weg-deutscher Teil: Tag 7

  1. Pingback: Der EB-Weg: Tag 7 | Halle Saalekreis News

  2. Uli schreibt:

    Der Nussknacker mit dem Pokal in der Hand, der ist ja stark! Was dem einen der Goldhelm (aus Schoko) …

  3. Bert schreibt:

    Ich wünsche viele schöne Erlebnisse auf dem „Bergwanderweg der Freundschaft“. Irgendwie wird das Radfahren darauf in diesem Jahr populär, obwohl ich jedem „vernünftigen“ Menschen davon abraten würde…
    Ich hoffe, in diesem Blog gibt es regelmäßige Berichte. (Der Feed liegt bereits in meinen Browser-Favoriten.)

    • physioterrorist schreibt:

      Hallo Bert,
      ich bin 11 Tage unterwegs gewesen, dem entsprechend wird es 11 Berichte geben. Allerdings muss ich die Unmengen an Bildern erst sichten und bearbeiten. Das dauert…
      Auf jeden Fall wird es demnächst mit Tag 1 losgehen und ich verspreche sicher nicht zu viel, wenn ich sage das es interessant werden wird.

    • physioterrorist schreibt:

      Achja, beinahe vergessen, falls du Fotos finden solltest, die du auf deiner Seite verwenden möchtest, kein Problem…

  4. benno "die wade" weber schreibt:

    danke für die fotos und meine freundliche erwähnung in deinem blog.
    grüße

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