Der EB-Weg-deutscher Teil : Tag 11 – Epilog

Tagebuch einer Reise durch den wilden Osten

Gestern hab ich eigentlich mein Ziel, die tschechische Grenze bei Schmilka, erreicht. Aber zu Ende ist meine Reise noch nicht. Hab ja noch Einiges aus gelassen. Es geht nach Dresden, mal sehen, was ich noch alles unter kriege… Ich sitze jedenfalls recht zeitig auf dem Rad. Linkselbig geht es nach Rathen. Schönes Wetter geht auch anders. Zumindest regnet es nicht.

Da drüben will ich hin, die Bastei von Rathen…

Mit der Fähre wird übergesetzt, dann Richtung Felsenbühne.

Die Felsenbühne hätte ich auch gern besichtigt, aber der Zeitplan lässt es nicht zu…

Die Treppen im Hintergrund sind mir. Da muss ich nämlich hoch…

10 Minuten schleppen, dann bin ich da…

… unendliche Weiten, es gibt nur eine Richtung und die führt bergauf. Runter sicher ne lustige Sache… Aber Schluss mit dem Gejammere, ich wollte es ja nicht anders.

Die Ausblicke  sind sehr viel versprechend. Erst ins felsige Hinterland…

dann in die elbische Richtung mit dem alles dominierenden Lilienstein.

Hammer, Schluchti, die treue Seele,  findet’s auch geil…

Der untere Zugang der Burganlage…

Der Pferdestall der Felsenburg Neurathen. Mein Pferdchen fühlt sich gleich wie zu Hause…

Die Felsenkulisse sieht aus wie aus Pappmaschee…

Eine Etage höher, das Panorama ist einfach grandios. Die Sachsen haben hier wirklich ein feines Fleckchen Erde abgekriegt. Lasst euch das bloß nicht von irgendwelchen Bayern, Schwaben oder Saarländern abjagen. Die können gern hier her kommen, ihr Geld da lassen und dann wieder verschwinden. Das hier ist sächsisches Kernland…

Da unten ist der Fähranlieger, mit dem ich vorhin übergesetzt bin, zu sehen…

Endlich oben. Ein Blick in die…

20 m weiter bin ich da…

Das am meisten fotografierte Motiv der gesamten Sächsischen Schweiz.

Das Panorama ist ein Traum.

Ich find sogar ein paar Touris, die mal meine Kamera bedienen…

Früher hätte man wahrscheinlich mühsam mit dem Messer seinen Namen in den Fels, heute gibt es zum Glück Handys mit Kamerafunktion…

Das Gipfelbuch eines der vielen Felsnadeln hier. Ein kühner Sprung und ich könnte meine Krakel im Heftchen verewigen… Keine Angst, so verrückt ist selbst ein Thüringer Terrorist nicht. Möcht ja zu gern wissen, in wie vielen dunklen Hinterzimmern jetzt ne rote Warnleuchte an geht. Ihr könnt mir ja auf der Kommentarleiste ne Nachricht hinterlassen, Passwort „Goodbye Deutschland“…

So, hier können alle Schlapphutträger wieder abschalten. Es geht weiter im Text…

Man kann sich hier in jede Richtung drehen, die Aussicht wird nicht schlechter…

Dann bin ich ganz oben.

Hinter mir beherrscht eine riesige Touristenfütterungsanlage das Plateau. Fehlt nur noch der passende Lift. Es ist besser, dass ich mich hier schnell vom Acker mache… Immerhin ist hier ja auch Nationalpark und damit Bikeverbot. Eigentlich totaler Blödsinn, wenn man sieht, wie hier alles kommerzialisiert wird. Die Idioten, die sich hier mit dem Bike her trauen, kann man wahrscheinlich eh an einer Hand abzählen…

Weit brauch ich nicht fahren, dann ist wieder Schluss. Das Pferdchen  kommt in seinen Stall, hier geht es zu Fuß weiter. Die Schwedenlöcher…

Treppen über Treppen und alles bergab…

Hier sind die Stufen mal ein bisschen länger…

Wat’n das? Endet hier ne Standleitung Lübzer Urkraft? Das Zeuchs läuft direkt ausm Berch…

Und dann wieder Treppen…

noch mehr Treppen…Die Truppe da unten hat die Treppen bis da hin gezählt. Wenn man ihnen glauben darf, sind es 790. Ein Stück bis runter ist es allerdings noch…

Dann bin ich unten. Das ist übrigens der Amselfall, oh, ein „Wasserfall“…

Das beeindruckende Schauspiel dauert genau 2 Sekunden. Naja, wenigstens geschäftstüchtig sind se, die Sachsen… Am dazugehörigen Imbiss ist für mich Mittagspause. Ne Bockwurst reicht, ich bin vorsichtig geworden…

Da ginge es jetzt weiter Richtung Wolfsschlucht, Hohnstein, Polenztal. Für mich allerdings nicht. Ich muss zurück. Mein Pferdel wartet an der Bastei auf mich. Da hab ich sicher ein schönes Stück Sächsische Schweiz verpasst. Wird’s wohl einen längeren Prolog für den Tschechischen Teil geben müssen…

Durch die Schwedenlöcher geht es wieder bergauf. Schluchti freut sich schon, mich wieder zu sehen. Rasch aufgesattelt und los galoppiert…

Den Ausblick wollte ich auch noch genießen. Doch dann passiert’s.

Ein Ranger,

war es vielleicht sogar Stewart Granger?

Ein Schuss, ein Schrei,

ne Kugel pfeifft vorbei…

Schluchti scheut,

ich reiß am Zügel,

verschwinde drauf hinter nem Hügel…

Ist Winnetou beim Trupp,

dann wird’s gefährlich.

Ich sag’s euch gleich und mein es ehrlich,

ich hab jetzt Angst, und nicht zu knapp.

Über meine Spuren lacht sich doch so ne Rothaut einfach schlapp.

Ich schlag nen Haken und nen Kringel,

versteck mich bei Jorinde und Joringel.

Dr. Kimble auf der Flucht,

über verschlungene Pfade durch ne Schlucht…

Ich war erfolgreich, oh mein Gott,

entkommen dem Schafott.

Ein Glück, es ist vorbei,

das Abenteuer

im Land von Karl, dem May…

Über den Malerweg geht’s runter nach Wehlen. Die Elbe hat mich wieder. Auf dem Radweg Richtung Dresden…

Pirna…

Die Tour neigt sich unweigerlich dem Ende entgegen…

Noch ein kleiner Zwischenstopp. Pillnitz…

Die letzten Hochwasserstände…

Bin das erste Mal hier. Hätte nicht gedacht, dass die Anlage so groß ist. Kannte bisher immer nur die Flussansicht…

Den Spargel kenn ich schon. Der Fernsehturm von Dresden…

Das blaue Wunder. Die beiden Biergärten rechts und links der Brücke gibt es auch noch. Hier sind schon einige Liter Feldschlößchen durch meine Kehle geflossen…

Schnell rüber auf die andere Seite…

Noch ne Brücke. Die hat allerdings schon für einige Schlagzeilen gesorgt. Kann die aufregung allerdings nicht verstehen. So schlecht sieht se doch gar nicht aus und irgendein Panorama wird dadurch auch nicht wirklich verschandelt. UNESCO-Weltkulturerbe-Status verloren, nur wegen dieser Brücke, Schwachsinn. Immerhin müssen hier ne Menge Menschen leben und Elbübergänge gibt es wirklich zu wenig…

Das ist übrigens das Panorama…

Die Elbwiesen mit dem besten Panorama dieser Stadt.

Hier hab ich mir auch schon mehrmals nen Sonnenbrand geholt…

Das Bild muss einfach sein. Das letzte Mal, als ich hier war, war das noch ein riesiger Schutthaufen. Auf dem Altmarkt noch ein lecker Crepes. Dann durch die Prager Straße zum Bahnhof. In der Prager Straße passiert’s. Die einzige Panne meiner ganzen Tour. Treppenspringen und Treppen wieder hoch, naklar, Durchschlag und Platt. Das kommt vom Scheiß-Posing…  Peinlich. Die letzten Meter bis zum Zug dann zu Fuß. Die Reperatur erfolgt im Zug. 5 Stunden mit der Bahn bis Eisenach, da hab ich genug Zeit…

Ihr auch.  Große Pause. Weiter geht es demnächst in diesem Kino mit der Fortsetzung inne Tschechei…

Ende und aus…

Weitere Beiträge zum EB-Weg  – Tagebuch einer Reise durch den wilden Osten

Der EB-Weg: Tag 10

Der EB-Weg: Tag 9

Der EB-Weg: Tag 8

Der EB-Weg: Tag 7

Der EB-Weg: Tag 6

Der EB-Weg: Tag 5

Der EB-Weg: Tag 4

Der EB-Weg: Tag 3

Der EB-Weg: Tag 2

Der EB-Weg: Tag 1

Der EB-Weg:  Prolog

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